Neuigkeiten 2025
22.12.2025
Adventssingen und Genusskultur: RBB auf dem Weihnachtsmarkt am Roland
Der RBB geht in einer Reportage der Frage nach, wie viel Religion im Weihnachtsessen steckt, und war dafür unter anderem auf unserem Weihnachtsmarkt am Roland – mit Bildern vom gemeinsamen Adventssingen und Besucherbefragungen zu kulinarischen Leckereien. Hier geht es zur Sendung.
21.12.2025
Meetingpoint-Umfrage zum Weihnachtszauber Altstadt: Mehr Platz gewünscht aber fast schon perfekt
Am 17.12.2025 hat Meetingpoint Brandenburg eine Umfrage zum Weihnachtszauber Altstadt gestartet und die Besucher gefragt, welche Wünsche sie für die Zukunft haben. Gestern wurden die Ergebnisse veröffentlicht – mit einem klaren Schwerpunkt: Mehr Platz und eine Ausweitung des Veranstaltungsbereichs.
Fast die Hälfte der Teilnehmenden (48,26 %) wünscht sich, dass der Weihnachtszauber räumlich weiterentwickelt wird, um mehr Platz für Besucher sowie für Angebote zu schaffen. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis, dass viele mit dem bestehenden Konzept sehr zufrieden sind: 26,90 % gaben an, dass es „schon perfekt“ gewesen sei und genauso fortgeführt werden solle. Ausgewertet wurden 632 Stimmen an der nicht repräsentativen Umfrage (Stand 20.12.; 10 Uhr).
Weitere Wünsche ergaben sich wie folgt:
- Mehr Stände mit regionalem und handgemachtem Angebot: 10,44 %
- Noch mehr kulturelle Punkte wie Musik, Theater oder Straßenkunst: 6,33 %
- Größere Vielfalt bei Speisen und Getränken: 5,85 %
- Mehr Angebote für Kinder und Familien: 2,22 %
Die Umfrage bestätigt uns darin, dass der Weihnachtszauber Altstadt insgesamt sehr positiv wahrgenommen wird – und liefert zugleich wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung. Besonders der Wunsch nach mehr Raum und einer behutsamen Ausweitung nehmen wir als wichtigen Impuls für die kommenden Planungen mit.
Wir danken allen, die sich beteiligt haben – euer Feedback hilft uns, den Weihnachtszauber Altstadt gemeinsam weiterzuentwickeln.
18.12.2025
Frage der Woche im Meetingpoint: Was wünscht ihr euch für den nächsten „Weihnachtszauber Altstadt“?
Wir wollen für die Zukunft lernen und den Weihnachtszauber weiterentwickeln.
Stimmt ab bei der Frage der Woche im Meetingpoint – Was wünscht ihr euch für den nächsten „Weihnachtszauber Altstadt“ im kommenden Jahr?
Bisher haben 625 Personen an der Umfrage teilgenommen (Stand 18.12.; 18 Uhr).
16.12.2025
DANKE Brandenburg - Ihr habt den Weihnachtszauber Altstadt strahlen lassen!
Vier Märkte, viele Aktionen, unzählige schöne Momente.
Herzlichen Dank an alle Veranstalter, Ehrenamtler, Vereine, Standbetreiber, Kunstschaffende, Künstler, Mitarbeiter der Verwaltung, Helfer, Unterstützer – und an alle Brandenburger und Besucher, die ihr diesen Zauber mit Leben gefüllt habt.
Ob Organisation, Aufbau, Kulturprogramm, Unterstützung vor Ort oder Planung im Vorfeld – jede einzelne helfende Hand hat diesen Weihnachtszauber möglich gemacht.
Gemeinsam haben wir gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen zusammen anpacken – echter Weihnachtszauber! Ihr seid großartig!
Impressionen vom Weihnachtszauber findet ihr hier.
Das Orga-Team wünscht ALLEN frohe und geruhsame Festtage.
14.12.2025
Neue Besitzer in alten Läden und Räumen - Die historische Altstadt wird kreativer und vielfältiger
Unsere historische Altstadt entwickelt sich weiter: Mehrere neue Läden und Einrichtungen sind eröffnet worden bzw. deren (Wieder)Eröffnung steht bevor. Sie bereichern das lokale Angebot und verwandeln Leerstand in lebendige und kreative Räume.
Neues Fotostudio am Altstädtischen Markt 3
Die bekannte Fotografin Kati Krüger hat ihr Studio an den Altstädtischen Markt 3 verlegt und unterstützt damit die Belebung des Stadtzentrums mit kreativer Unternehmenskraft. Nach über 20 Jahren an ihrem früheren Standort bringt sie jetzt ihre Erfahrung und Leidenschaft für Fotografie in die historische Altstadt ein – zur Freude von Kundinnen und Passantinnen gleichermaßen.
Kulturelle Vielfalt am Altstädtischen Markt 3
Laut MAZ Online wechselt Sängerin und Texterin Lisa Zenner in den kommenden Wochen aus der Neu- in die Altstadt. In der Steinstraße betreibt Sie derzeit die nach eigenen Aussagen "wahrscheinlich kleinste Bühne Brandenburgs". Sie wird mit ihren kreativen Ideen und ihrem Engagement die Altstadt bereichern.
„Alles Gold was glänzt“ in der Ritterstraße 95
Mit dem Interior-Design- und Grafik-Studio „Alles Gold was glänzt“ von Inhaberin Laura Dähn ist ein weiterer kreativer Akteur in der Ritterstraße 95 angekommen. In dem ehemaligen Pachamama-Laden in der Ritterstraße 95 in Brandenburg an der Havel ist wieder Leben eingekehrt.
Open Dreams Brandenburg e.V. – Büroeröffnung in der Mühlentorstraße 2:
Der Verein Open Dreams Brandenburg e.V. und das Netzwerk Mosaik der Kulturen haben am 1. November 2025 ihr Büro in der Mühlentorstraße 2 (ehemals Sitz des Simson-Ladens 1:33) eröffnet. Damit entsteht ein neuer Anlaufpunkt für interkulturellen Austausch, Begegnung und gemeinschaftliche Projekte.
modemitliebe kehrt Ende Januar aus der Babypause zurück:
Und noch eine schöne Nachricht: Zineb von modemitliebe beendet ihre Babypause und wird ihren Laden in der Rathenower Straße 6 ab dem 31.01.2026 wieder eröffnen – mit individueller Mode und Accessoires für Frauen.
Wir freuen uns über diese positiven Entwicklungen und die vielen Menschen, die mit ihren Ideen, ihrer Kreativität und ihrem Unternehmergeist unsere historische Altstadt lebendig halten. Sie ersetzen den Verlust von Einzelhändlern, die in Kürze schließen (Bäckerei Rettig) oder vor Monaten schließen mussten (1:33; Pachamama-Laden).
13.12.2025
Unser Programm „Altstadtleben Brandenburg Havel 2028“ wurde ausgezeichnet
Unser Programm „Altstadtleben Brandenburg Havel 2028“ ist am 06.12.2025 als ausgezeichnetes Programm bzw. Initiative im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg geehrt worden.
Die Idee der Auszeichnung als Denkmal des Monats für Altstadtleben kam von der Brandenburger Stadtverwaltung, speziell aus dem Amt für Stadtentwicklung und Denkmalschutz. Bernd Rupelt, Vorsitzender der Regionalgruppe Süd-West in der AG Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg, freute sich, dass er erstmalig Menschen und nicht Gebäude zu Denkmalen machen durfte. Dieses Vorgehen soll aber nicht einmalig bleiben.
Auslöser für die Auszeichnung war die Licht- und Klanginstallation am Rathenower Torturm aus dem letzten Jahr, mit der wir einen der ältesten Stadttürme Brandenburgs künstlerisch inszeniert und Geschichte sinnlich erfahrbar gemacht haben. Zusammen mit weiteren Installationen im Rahmen des diesjährigen Weihnachtszaubers Altstadt - der Gotthardtkirche, historischen Gebäuden rund um den Altstädtischen Markt (Altstädtisches Rathaus, Fouqué-Bibliothek, Geschäftshaus) sowie der Johanniskirche - haben wir gezeigt, wie historische Orte durch Kunst, Licht und Klang neu erlebt werden können.
Die Auszeichnung würdigt das Engagement vieler ehrenamtlich Tätigen für eine lebendige historische Altstadt, neue Kulturformate im öffentlichen Raum und die Vorbereitung der 1100-Jahr-Feier unserer Stadt. Ganz besonders stolz sind wir, dass der illuminierte Rathenower Torturm auf die Titelseite des Kalenders der Arbeitsgemeinschaft für das Jahr 2026 ausgewählt wurde. Zugleich sind wir Kalenderblatt Dezember 2026. Die uns verliehene Plakette wird in nächster Zeit am Rathenower Torturm angebracht.
Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, die ALLEN gehört, die mit Ideen, Zeit und Herz Altstadtleben mitgestalten. Ganz herzlichen Dank dafür!
Weitere ausführlichere Infos finden sich online, unter:
30.11.2025
Wir werden ausgezeichnet - Feierlichkeit am Nikolaustag mit einer Licht- und Klanginstallation am Rathenower Torturm
Auch in diesem Jahr wird unser Team den Rathenower Torturm am 2. Adventswochenende im Rahmen des Weihnachtszauber Altstadt erneut mit einer vielschichtigen Inszenierung zum Leben erwecken. Dabei rücken wir die historische Bedeutung des Turms als Wachturm mit Kerker in den Mittelpunkt. Der Torturm wird durch Licht, Klang, bewegte Bilder, Schauspiel und 3D-Modelle in Szene gesetzt. Der Turm „lebt“ – er erzählt künstlerisch von vergangenen Zeiten und öffnet sich zugleich als leuchtendes Tor in eine festliche Atmosphäre, die Menschen verbindet.
Freuen Sie sich außerdem auf eine besondere musikalische Begleitung durch die Wichtelkapelle aus Ballerup, unserer dänischen Partnerstadt.
Am 6. Dezember 2025 um 16 Uhr erhält unser Programm „Altstadtleben Brandenburg Havel 2028“ eine Auszeichnung als "Denkmal des Monats Dezember 2025" durch die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen. Gewürdigt wird unser breites Engagement für eine lebendige, kreative und zukunftsfähige Altstadt – darunter auch Projekte wie KastenKreativ, Verkehrspuls Altstadt, das Erlebniswochenende Altstädtischer Markt, die Begleitung städtischer Verkehrsvorhaben sowie die Gesamtorganisation des Weihnachtszauber Altstadt.
Wir freuen uns über diese Anerkennung und laden ALLE herzlich ein, am 6. Dezember, 16 Uhr, dabei zu sein. Die Licht- und Klanginstallation begleitet die Altstadt bis Ende Dezember.
Herzlichen Dank an das Team "Rathenower Torturm", u.a. colorful afg, Elektro Arndt, Havelhelden, 3d-Roland und das Amt für Stadtentwicklung und Denkmalschutz der Stadt Brandenburg an der Havel.
29.11.2025
Langfristige Sicherung des Altstadt Pubs - Schließung der Bäckerei Rettig zum 19.12.2025
Die historische Altstadt bleibt in Bewegung – mit einer guten Nachricht und einer, die viele Brandenburgerinnen und Brandenburger bedauern werden.
Altstadt Pub: Rettung in Sicht!
Der beliebte Altstadt Pub bleibt laut MAZ-Online vom 27.11. der Altstadt erhalten. Ab 2026 übernehmen Klaus Dölle und Matthias Giersch das Traditionslokal und führen es weiter. Damit bleibt ein wichtiger sozialer Treffpunkt im Herzen des Quartiers bestehen – ein Ort, der für viele Begegnung, Kultur und gemeinsames Altstadtleben bedeutet.
Bäckerei Rettig schließt nach 93 Jahren
Mit Bedauern nehmen wir Abschied von einer Institution: Die Bäckerei Rettig schließt nach fast einem Jahrhundert zum Jahresende ihre Türen. Die Schließung erfolgt krankheitsbedingt nach 33 Jahren in der 3. Generation. „Der letzte Arbeitstag wird der 19.12.2025 sein“ ist der Anzeige der Bäckerei zu entnehmen.
Mit der Schließung geht ein Stück Altstadtgeschichte verloren. Für viele Menschen in der Altstadt war sie weit mehr als nur ein Laden – ein Stück gelebte Tradition und Nachbarschaft. Es erinnert uns auch daran, wie fragil die Struktur kleiner, inhabergeführter Betriebe ist – und wie wichtig es bleibt, sie zu unterstützen, damit die Altstadt mehr ist als nur Kulisse: ein lebendiger Ort, an dem Nachbarschaft noch spürbar ist.
Wir wünschen der Familie Rettig in dieser schweren Situation von Herzen alles Gute, Gesundheit und viel Kraft. Wir sagen von Herzen Danke und hoffen, dass die kommenden Wege von Zuversicht und Erholung begleitet sein mögen. Weitere Infos hierzu bei MAZ-Online und Meetingpoint.
15.11.2025
Weihnachtszauber Altstadt 2025: Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Der von Altstadtleben federführend organisierte Weihnachtszauber Altstadt 2025 kehrt am 2. Adventswochenende nach Brandenburg an der Havel zurück – größer und vielfältiger.
Vom 5. bis 7. Dezember 2025 laden vier Weihnachtsmärkte zu einem gemeinsamen Erlebnis ein: der Kunst-Handwerker-Markt auf dem Gotthardtkirchplatz (Veranstalter: Kinder- und Jugendgalerie Sonnensegel e.V.), der Mittelalterliche Wintermarkt im Slawendorf (Veranstalter: BAS), der Winterzirkus in der St. Johanniskirche (Veranstalter: Zirkus Creativo e.V. und Die Altstädter e.V.) und der Weihnachtsmarkt am Roland auf Altstädtischem Markt, Rathausplatz und in der Fouqué-Bibliothek (Veranstalter: Erlebnis Altstädtischer Markt Brandenburg Havel e.V.) . Dazu kommen zahlreiche adventliche Aktionen in der gesamten historischen Altstadt, u.a. am Rathenower und Plauer Torturm).
Zahlreiche lokale Akteure – Vereine, Kulturschaffende, Musiker, Brandenburger Theater, Kirchengemeinde, Anbieter von Handgefertigtem und Kunsthandwerk sowie Schulen und Gastronomie – tragen erneut zum starken Gemeinschaftscharakter des Weihnachtszaubers Altstadt bei.
Die Programme der Spielstätten sind weitgehend finalisiert und umfassen u.a.: Live-Musik, Bläserensembles, Konzerte, Schauspiel, Puppen- und Figurentheater, Märchenstunden, Lesungen, Zauberkünsten, Weihnachtskino, Bogenschießen und Axtwerfen sowie verschiedene Mitmach-Aktionen und weihnachtliche Basteleien.
Ein zauberhafter Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die den Weihnachtszauber Altstadt möglich machen. Ohne Ihr Engagement wäre dieses Fest nicht denkbar.
Alle aktuellen Infos mit den Programmen und unseren Unterstützern finden sich auf www.weihnachtszauber-altstadt.de.
23.10.2025
Altstadtleben mit Impulsvorträgen auf dem Jahresforum der AG Städte mit historischen Stadtkernen und auf der Auftaktveranstaltung zur Auslobung des Innenstadtwettbewerbs 2025 / 2026
Unser Programm „Alstdtleben Brandenburg Havel 2028) war in den letzten Wochen auf zwei Veranstaltungen im Land Brandenburg vertreten:
- Das "Jahresforum der AG Städte mit historischen Stadtkernen" fand vom 9. bis 10. Oktober 2025 in Ziesar statt, unter dem Motto „Altstadt im Wandel – Wie anpassungsfähig sind unsere historischen Stadtkerne?“. Die Veranstaltung bot Podiumsdiskussionen und Praxissessions, um Herausforderungen und Lösungsansätze für historische Stadtkerne zu erörtern. Unter der Rubrik „Wandel im Blick – inspirierend und nachahmenswert“ haben wir die Vorgehensweise des Programms „Altstadtleben“ vorgestellt und an den Workshops zu „Geschäftsstraßen im Wandel“ teilgenommen.
- Auf der Auftaktveranstaltung zur Auslobung des Innenstadtwettbewerbs 2025 / 2026 des Bündnisses für lebendige Innenstädte am 10 September 2025 präsentierte „Altstadtleben“ das Projekt „Weihnachtszauber Altstadt“ als Beispiel für eine erfolgreiche Innenstadtbelebung. Die gemeinsam mit Vereinen, Gewerbetreibenden, öffentlichen Einrichtungen und der wobra durchgeführteVeranstaltung wurde im Innenstadtwettbewerb 2023 / 2024 mit dem 1. Preis in der Kategorie „Lebendige Innenstadt – Aktionen, Kampagnen, Events“ ausgezeichnet.
15.10.2025
KastenKreativ Altstadt: Pressegespräch zu "Graue Kästen lebendig gestalten"
Am Freitag, den 10. Oktober 2025, fand eine Pressekonferenz zum Projekt KastenKreativ Altstadt und zu den sichtbaren Ergebnissen des Ferienworkshops für Kinder und Jugendliche, in dem Ende Juli unter Anleitung sieben Verteilerkästen in der historischen Altstadt gestaltet wurden.
Zum Gespäch eingeladen hatten Altstadtleben, die Kinder- und Jugendgalerie Sonnensegel e.V. und colourful afg. Neben Medienvertretern von meetingpoint, MAZ und BRAWO nahmen Heide Traemann mit zwei Praktikanten für STWB und Karin Kranhold von der Plattform Kulturelle Bildung des Landes Brandenburg teil.
Die Gesprächsinhalte sind nachzulesen bei meetingpoint „Mit dem Projekt „KastenKreativ” in die Geschichte der Altstadt eintauchen” und MAZ-Online „Graffiti erweckt graue Kästen zum Leben: So soll die Altstadt zum Stadtjubiläum verschönert werden”. Auch in Zukunft sollen weitere Verteilerkästen in der Altstadt gestaltet werden. Unser Projekt kann laut STWB als Blaupause für andere Stadtteile und Quartiere dienen.
15.09.2025
Städtebauliches Konzept Gerostraße: Öffentliche Vorstellung der Planung zeigt Verbesserungsbedarfe
Am 11. September hat die Stadtverwaltung, an der Spitze Herr Oberbürgermeister Scheller und Bürgermeister Müller, die aktuellen Planungen zum städtebaulichen Konzept Gerostraße in einer Bürgerveranstaltung in der Oberschule Nord vorgestellt. Die Anwesenden haben lebhaft mit den Vertretern der Stadt über das städtebauliche Konzept und insbesondere über das zugrundeliegende verkehrliche Konzept diskutiert. Altstadtleben war dabei.
Laut dem beauftragten Planungsbüro bildet „ein neuer Wohnblock mit urbanem und gemischt genutztem Wohnen auf dem zentralen Baugrundstück“ das „Herzstück“. Weiter heißt es: „Die geschlossene, fünfgeschossige Blockbebauung orientiert sich bewusst an der dichten Bebauungsstruktur der Brandenburger Altstadt und betont ihre Zugehörigkeit zum Stadtzentrum.“ Der Entwurf soll zeigen, „wie dieser verkehrsdominierte Bereich in ein lebendiges, grünes Quartier verwandelt werden kann, das Wohnen, Arbeiten und Sozialisieren miteinander verbindet.“
Über die Ideen, Anregungen und Vorschläge der Teilnehmer der öffentlichen Versammlung sowie die Meinungen und Bedenken der direkt Betroffenen wurde in den Medien (MAZ-Online, Meetingpoint und Website der Stadtverwaltung) ausführlich berichtet. Daher werden wir diese hier nicht wiederholen. Die Öffentlichkeit kann sich bis zum 28. September 2025 über die Beteiligungsplattform adhocracy+ zum Stadtentwicklungsentwurf äußern.
Hier einige Punkte, die aus Sicht von Altstadtleben wichtig sind:
- Die vorgeschlagene Route für Radfahrer und Fußgänger vom nördlichen Stadtteil zur Neustadt verläuft nicht entlang der Rathenower Straße – Parduin – Altstädtischer Markt – Ritterstraße – Jahrtausendbrücke, sondern entlang der Rathenower Straße – Bäckerstraße – Ritterstraße – Jahrtausendbrücke. Dies geht aus den Ergebnissen unserer Verkehrsmessungen im Rahmen des Projekts „VerkehrsPuls Altstadt” hervor.
- Der neue Verkehrsplan sieht den Wegfall von Parkplätzen zwischen der Willi-Sänger-Straße und der Oberschule Nord (gegenüber der Bergstraße) vor. Diese befinden sich außerhalb des Planungsgebiets auf einer „Optionsfläche“. Nach Angaben des Stadtentwicklungsamtes werden über 300 Parkplätze benötigt, für die im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts noch KEINE Lösung vorgelegt wurde. Ein Parkhaus wurde in Betracht gezogen, dann aber wieder verworfen. „Dennoch könnten auch auf der anderen Seite der Spange Parkplätze ausgewiesen werden. Hinter der künftigen Lärmschutzwand auf der Seite der Oberschule Nord gibt es noch geeignete Optionsflächen”, wird Bürgermeister Müller in MAZ-Online zitiert. Altstadtleben fordert dringend, dass die Optionsflächen in die Planungen für das Stadtentwicklungskonzept Gerostraße aufgenommen wird und dass Parkmöglichkeiten, die der Größe des Areals angemessen sind, für Anwohner, Mitarbeiter benachbarter Unternehmen und Gäste detailliert geplant werden, z. B. in Form von Nachbarschaftsgaragen oder Parkhäusern.
- Die Pläne sehen Gewerbeflächen im Erdgeschoss vor. Auch wenn die Umsetzung des Konzepts erst weit nach 2030 zu erwarten ist, sollten die aktuellen Leerstandsquoten in der nur wenige Schritte entfernten mittelalterlichen Altstadt und im direkt angrenzenden Einkaufszentrum an der Ecke Bergstraße/Willi-Sänger-Straße bei der Planung berücksichtigt werden. Die Leerstandsquoten sind bereits heute vergleichsweise hoch.
Wir möchten an dieser Stelle auch kurz auf den Zeitplan eingehen:
- Im Dezember 2025 soll die Verkehrsplanung dem Landesamt für Bau und Verkehr (LBV) zur Baugenehmigung vorgelegt werden. Dies gab der Verkehrsplaner der Stadt am 11. September bekannt. Auf der Homepage zum Stadtentwicklungskonzept Gerostraße heißt es jedoch: „Es ist geplant, die Verkehrsinfrastrukturpläne Anfang 2026 beim Landesamt für Bau und Verkehr zur Baugenehmigung einzureichen.“ Zur Erinnerung: Der Zeitplan für die Verkehrsplanung vom Mai 2023 sah die Einreichung im November 2023 vor. Damit besteht bereits eine Verzögerung von mindestens drei Jahren!
- Die Stadt plant keine weitere Konsultation im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (ASUV). Dies würde zu weiteren Verzögerungen führen. Die bevorzugte Option wurde im Mai 2023 beschlossen. In der Zwischenzeit wurde jedoch der SVV neu konstituiert.
- Die Stadtverwaltung hat 2029 als neues „möglichen Baubeginn für die Verkehrsanlagen“ genannt. Zur Erinnerung: Im Mai 2023 ging die Stadt davon aus, dass die Bauarbeiten im dritten Quartal 2026 beginnen würden. Unter der Annahme, dass der Zeitaufwand für die Baugenehmigung, die Genehmigungsplanung, die Ausschreibung und die Vergabe der Aufträge gegenüber Mai 2023 unverändert bei insgesamt 27 Monaten bleibt, werden die Bauarbeiten voraussichtlich frühestens im dritten Quartal 2029 beginnen.
- Das bedeutet, dass die verlängerte Gerostraße und die neue Verkehrsführung, sofern es keine weiteren Verzögerungen gibt (was höchst unwahrscheinlich ist), frühestens in der ersten Hälfte des Jahres 2031 fertiggestellt sein würden! Realistisch gesehen ist 2032 oder später ein wahrscheinlicheres Datum.
- Fazit: Von der Entscheidung im Jahr 2018 (Verkehrsentwicklungsplan) bis zur Umsetzung im Jahr 2031 (eher 2032/33) wird die Stadt Brandenburg fast 15 Jahre brauchen, um ihre eigenen besonders wichtigen Bauvorhaben zu realisieren! Das liegt nicht an den oft zitierten übermäßigen Vorschriften.
Kurz zum Hintergrund des Stadtentwicklungskonzeptes: Um die mittelalterliche Altstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten, hat der Stadtrat im Verkehrsentwicklungskonzept 2018 mehrheitlich beschlossen, die Attraktivität der Innenstadtringstraße für den Kraftfahrzeugverkehr durch den Ausbau der Gerostraße zu erhöhen (Beschluss 075/2018). Dieses Projekt, das im Mai mit einer Mehrheit von 165/2021 vom Stadtrat bestätigt wurde, wird das räumliche „Dreieck“ direkt vor der mittelalterlichen Altstadt zwischen der neuen Verlängerung der Gerostraße, der Brielower Straße am Walther-Rathenau-Platz und der Willi-Sänger-Straße erheblich verändern. Der SVV beauftragte daher im August 2020 die Verwaltung (Beschluss 208/2020), einen Plan für ein „integriertes Stadtentwicklungs- und Verkehrskonzept” für dieses räumliche Dreieck zu entwickeln.
09.09.2025
Verkehrssperrung in der Altstadt am 05. September aufgehoben
Die große Verkehrssperrung in der Altstadt wurde mit der Freigabe der Plauer Straße und Ritterstraße letzten Freitag aufgehoben. Die üblichen Einbahnstraßenregelungen in der Bäcker- und Bergstraße sind wieder in Kraft und die Straßenbahn wie gewohnt den Ring durch die Altstadt und Neustadt. Die Bushaltestelle für Fahrten vom Nicolaiplatz wurde zusammen mit einer Straßenlaterne in Richtung Altstädtischer Markt verlegt. Die restlichen Arbeiten am Gehweg werden in dieser Woche abgeschlossen.
Laut Stadtverwaltung profitieren Radfahrerinnen und Radfahrer von den „nun wesentlich besser zu befahrende Fugen“, da „Großteile des Pflasters aufgenommen und neu verlegt werden mussten“.
Wie sich die Freigabe auf die Höhe des Verkehrsaufkommens auswirkt, zeigt unser Projekt „VerkehrsPuls Altstadt“. Hier kommt ihr zu den Live-Daten:
- Bäckerstraße - nördlich Schusterstraße.
- Plauer Straße - nördlich Ritterstraße. Hinweis: Als Standort erscheint irrtümlich "Altstädtischer Markt".
- Plauer Straße - südlich Ritterstraße.
- Rathenower Straße
- Parduin
- Mühlentorstraße - Abschnitt zwischen Gotthardtkirchplatz bis Parduin.
- Wallstraße - Abschnitt zwischen Humboldthain und Kapellenstraße
Gemäß der SVV-Entscheidung (u.a. 077/2021 - Sanierung der Fahrbahnbelag aus Mitteln der Straßeninstandhaltung) sollten für Tiefbaumaßnahmen in der Plauer Straße geschnittene Pflastersteine verwendet werden. Nach Berechnungen der Stadt hätte dies jedoch zu höheren Kosten und deutlich längeren Bauzeiten geführt, was man vermeiden wollte und was die städtischen Unternehmen wahrscheinlich auch nicht zu tragen bereit waren. Dieser Argumentation lässt sich schwerlich folgen. Wenn die Art der Verlegung des Pflasters nicht geändert wird, würden die einzigen zusätzlichen Kosten in höheren Beschaffungskosten für die geschnittenen Steine bestehen. Diese Mehrkosten hätte die Stadt doch tragen können.
Die Stadt investierte aber gut 50.000 Euro in zwei Überquerungshilfen und die Verlegung der Bushaltestelle in der Plauer Straße. Die Überquerungshilfen bestehen aus geschnittenen Pflastersteinen, die in Zement verlegt wurden.
22.08.2025
Weitere Aktivitäten in der mittelalterlichen Altstadt
- Im städtebaulichen Vorhaben zur Spange Gerostraße/ Knotenpunkt Willi-Sänger-Straße kommt endlich Bewegung. Am Donnerstag, 11. September 2025, stellt die Stadtverwaltung in den Räumlichkeiten der Oberschule Brandenburg Nord, Brielower Str. 2, um 17 Uhr, hierzu den städtebaulichen Entwurf vor. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen sich zum aktuellen Stand zu informieren und gemeinsam Perspektiven für die weitere Umsetzung zu diskutieren. Die Online-Bürgerschaftsbeteiligung startet hierzu bereits am 01.09.2025 über die Beteiligungsplattform adhocracy+.
- Seit mehreren Tagen ist das unter Denkmalschutz stehende Haus Bäckerstraße / Ecke Ritterstraße eingerüstet und Bauarbeiten an der Fassade haben begonnen. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Bürgerhaus (Barock, erbaut 1662) mit einem, bisher teilverputzten Fachwerkbau und einer mittelalterlichen Kelleranlage. Umbaumaßnahmen haben schon vor längerer Zeit begonnen, nun scheinen diese zum Abschluss zu gelangen. Nach Fertigstellung wird diese Ecke aufgewertet.
- In der ersten Ferienwoche hatten zwölf Kinder und Jugendliche zwischen 10 bis 17 Jahren die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung von Guido Raddatz (coloful afg) und Janine Wentorf (Galerie Sonnensegel) im Rahmen eines einwöchigen Workshops sechs Stromverteilerkästen in der historischen Altstadt von Brandenburg an der Havel künstlerisch und kreativ zu gestalten. Anlässlich des 1.100-jährigen Stadtjubiläums wurde der historische Hintergrund in die Gestaltung der Verteilerkästen einbezogen. Der Workshop wurde gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der RFT Kabel Brandenburg GmbH. Vielen Dank an alle Beteiligten und Unterstützer. In Kürze berichten wir mehr vom Workshop – Bilder vom Workshop gibt es schon mal hier.
20.08.2025
Schleifen von Kopfsteinpflaster – Heute startete ein Pilotprojekt in der mittelalterlichen Altstadt zur Verbesserung des Radverkehrs
Heute Vormittag hat die Stadtverwaltung ein Pilotprojekt in der mittelalterlichen Altstadt gestartet. Ein Abschnitt der Straße Parduin als Testgebiet für das Schleifen von Kopfsteinpflaster mit speziellen Grinding- bzw. Schleifverfahren zur Verbesserung des Bedingungen für den Radverkehr. Konkret schleift die Firma E. Feind GmbH die großen Pflastersteine auf der Südseite der Parduin (also auf der rechten Seite in Richtung Mühlentorstraße) im Abschnitt zwischen Schusterstraße und Bäckerstraße. Auch ein Teilstück der Mühlentorstraße sowie ein Überweg in der Ritterstraße / Johannisgasse wird behandelt.
Es gibt mehrere Beschlüsse der Stadtverordneten aus dem Jahr 2021 (165/2021, 077/2021; 075/2021), im Parduin geschnittene Pflastersteine zu verlegen. Das Vorhaben hat sich als sehr kostspielig herausgestellt. Nach Angaben der Stadtverwaltung betragen die Baukosten und die Bauzeit für ein Grinding „nur einen Bruchteil der Kosten für geschnittene Pflastersteine“. Schätzungen der Firma E. Feind GmbH legen bei rund 200 €/qm, abhängig von den Gegebenheiten und Umfang der zu fräsenden Flächen. Wir vom Programm "Altstadtleben" möchten daran erinnern, dass wir zusammen mit dem VCD und ADFC bereits im März 2020 auf diese Möglichkeit des Fräsens bzw. Schleifens hingewiesen und die Stadtspitze sowie den Tiefbauamtsleiter informiert haben.
19.08.2025
Höfefest 2025: Messbar höheres Aufkommen beim Fuß- und Radverkehr
Tausende Gäste besuchten am Samstag, 16. August 2025, das Höfefest in der Altstadt. Die Stimmung und das Wetter waren hervorragend. Alle die am Samstag dort waren, inklusive der Teilnehmenden und der Veranstalter „Die Altstädter e.V.“ waren begeistert. Bilder und Meinungen finden sich u.a. im meetingpoint, MAZ-Online und auf der Seite der Stadt Brandenburg an der Havel.
Die hohen Besucherzahlen sind auch in den Messwerten unserer Verkehrszählung in der Altstadt erkennbar, wie eine kurze Auswertung im Rahmen unseres Projektes „VerkehrsPuls Altstadt“ erkennen lässt. Verglichen wurden die Aufkommen im Fuß- und Radverkehr (Anzahl zu Fußgehende und Radfahrende) in der Rathenower Straße, Bäckerstraße und Plauer Straße / Ecke Altstädtischer Markt an einem „typischen Samstag“ mit denen am Samstag des Höfefests. Als „typischen Samstag“ haben wir den Durchschnitt der Messwerte an den Samstagen 02. und 08. August 2025 genommen. Der Effekt des Höfefests auf das Verkehrsaufkommen ergibt sich über die Differenz der beiden Vergleichswerte. Leider ist das Messgerät in der Straße „Parduin“ seit einigen Tagen inaktiv, so dass wir hier keine Vergleichswerte vorliegen haben. Beim Autoverkehr wurden keine signifikanten Änderungen zwischen den Tagen gemessen, so dass auf eine Darstellung verzichtet wird. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Messwerte, die auch in grafischer Darstellung hier heruntergeladen werden können:
Aufkommen Fußverkehr (typischer Samstag | Höfefest)
- Rathenower Straße: 504 | 2.201
- Plauer Str./ Altstädtischer Markt: 619 | 3.180
- Bäckerstraße: 410 | 2.085
Aufkommen Radverkehr (typischer Samstag | Höfefest)
- Rathenower Straße: 390 | 1.144
- Plauer Str. / Altstädtischer Markt: 353 | 1.471
- Bäckerstraße: 334 | 873
Im Ergebnis zeigen die Werte überall deutlich höhere Aufkommen an, insbesondere beim Fußverkehr. In der Rathenower Straße und Bäckerstraße sind am Höfefest bezogen auf den Fußverkehr jeweils rd. 1.700 und am Altstädtischen Markt rd. 2.500 Personen mehr als gegenüber einem typischen Samstag gemessen worden. Dabei dürfte dieses Aufkommen tatsächlich noch höher ausgefallen sein. Die Platzierung der Messgeräte erlaubt nur eine sehr eingeschränkte Erfassung von zu Fußgehenden auf Bürgersteigen, die direkt am Gebäude der Messung liegen.
An einigen Standorten in der Altstadt wurde zu späterer Stunde Musik angeboten, was sich auch in den Messwerten der Gruppe „Verkehr Nachts“ zeigt. In dieser Gruppe werden alle Aufkommen zusammengefasst, die aufgrund von Dunkelheit nicht eindeutig einer bestimmten Verkehrsart zuzuordnen sind:
Aufommenen der Gruppe „Verkehr Nachts“ (typischer Samstag | Höfefest)
- Rathenower Straße: 201 | 480
- Plauer Str. / Altstädtischer Markt: 43 | 308
- Bäckerstraße: 47 | 62
Auch hier zeigt sich in der Rathenower Straße und in der Plauer Straße in der Nähe des Altstädtischen Marktes ein deutlicher Zuwachs am Tag des Höfefests. Angesichts der Verkehrssperrungen in der Altstadt ist davon auszugehen, dass es sich hierbei hauptsächlich um Radfahrende und zu Fußgehende handelt.
Abschließend wurden für die Bäckerstraße und die Plauer Straße / Altstädtischer Markt die Messzahlen der Samstage der Höfefeste der Jahre 2024 und 2025 verglichen. Aufgrund der langfristig ausgelegten Verkehrsmessungen sind solche Vergleiche erstmalig möglich. In der nachfolgenden Tabelle sind die Werte für den Fußverkehr dargestellt, ein umfassenderer Vergleich kann hier heruntergeladen werden:
Aufkommen Fußverkehr (Höfefest 2024 | Höfefest 2025)
- Plauer Str./ Altstädtischer Markt: 3.209 | 3.180
- Bäckerstraße: 3.690 | 2.085
Während das Aufkommen am Altstädtischen Markt gleich hoch blieb, ist in der Bäckerstraße das im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere Aufkommen auffällig. Eine Ursache könnte die geringere Anzahl an Spielstätten in der Bäckerstraße sein (sechs in 2024, drei in 2025). Auch haben sich die lokalen Schwerpunkte der Aktivitäten beim Höfefest in der Altstadt verschoben, wie ein Vergleich der Standortkarten aus 2024 und 2025 erkennen lässt. Über die genauen Gründe lässt sich aber nur spekulieren. Unabhängig davon - es war wieder ein tolles Fest. Ein herzlicher Dank an alle, die mitgemacht haben.
04.08.2025
Online-Reportage über den Einzelhandel in der (Alt)Stadt Brandenburg an der Havel
In einem Online-Artikel vom 04. August bei t-online beschreibt Jakob Hartung die aktuelle Situation und die Schwierigkeiten, mit denen Fachgeschäfte und Gastronomiebetriebe in der (Alt-)Stadt Brandenburg an der Havel zu kämpfen haben. Dazu gehören auch die Erfahrungen von Kathleen Kollosche, die ihren Laden „Jonalee” am Altstädtischen Markt Ende Juli nach weniger als einem Jahr aus wirtschaftlichen Gründen schließen musste. Es gibt aber auch positive Geschichten, wie die von Zineb Siebert, deren Laden „Modemitliebe” in der Rathenower Straße relativ gut läuft. Dort verkauft sie Schmuck und italienische Damenbekleidung in Einheitsgröße. Das Einkaufen dort ist für ihre Kundinnen ein Erlebnis, das sie nur vor Ort bekommen können. Der Artikel stützt sich u.a. auf Auswertungen von „Altstadtleben“ und einem persönlichen Telefonat.
04.08.2025
Vollsperrung der Wallstraße aus Richtung Plauer Straße mit geänderter Verkehrsführung
Die neue Verkehrsführung kam ohne Ankündigung in Form einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung: Um die neue Fernwärmeleitung an die Bergstraße anzuschließen, ist die Wallstraße seit dem 4. August 2025 für alle Fahrzeuge aus der Plauer Straße gesperrt. Der Abschnitt der Wallstraße zwischen Kapellenstraße (SORAT Hotel) und Plauer Torturm ist nun eine Sackgasse, die Einbahnregelung wurde aufgehoben. Anwohner und Anlieger werden über die Kapellenstraße umgeleitet. Wie lange die Sperrung dauern wird, ist nicht bekannt.
13.07.2025
Eckhaus erstrahlt im neuen Gewand - Tiefbauarbeiten in der Altstadt sind im Plan
Das Gerüst ist abgebaut und zwei Häuser in der Ritterstraße (Hausnr. 77 und 79) erstrahlen in neuem Glanz. Die Fassaden wurden gestrichen und das Dach des Eckhauses an der Ritterstraße/Altstädtische Fischerstraße deutlich sichtbar erneuert. Derzeit laufen Arbeiten im Sockelbereich.
Weitere Baustellen in der Altstadt schreiten voran:
- Nach dem Abbau des Gerüsts am Eckgebäude Nr. 79 haben die Bauarbeiten zum Austausch der Wasserleitungen in der Altstädtischen Fischerstraße begonnen. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich 30.10.2025.
- In der Ritterstraße und Plauer Straße liegen die Bauarbeiten am Gleisbett und zur Verlegung der Fernwärmetrasse nach Mitteilungen der Stadtverwaltung und meetingpoint gut im Plan, wenn nicht sogar besser: „In der Plauer Straße sind die Bauarbeiten zur Verlegung der Fernwärmetrasse durch die Brandenburger Stadtwerke (StWB) in dieser Woche abgeschlossen worden. Die Leitung ist bis auf Höhe Plauer Torturm verlegt, der Rohrgraben verfüllt und die Tragschicht eingebaut. Das ist erforderlich, da die inzwischen abgeschlossene Verlegung der Gleisbögen aus der Ritterstraße in die Plauer Straße den Weg für die Pflasterarbeiten frei gemacht hat. Diese Arbeiten, die von portugiesischen Pflasterern durchgeführt werden, haben auch am Freitag begonnen. Das wird in reiner Handarbeit ausgeführt und die nächsten Wochen andauern.“ (Mitteilung im Meetingpoint vom 12.07.2025).
- Da die Fernwärmeerschließung in der Plauer Straße erledigt ist und bereits zum Anbindepunkt zwischen Wallstraße und Bergstraße vordringt, können die Pflasterarbeiten – einschließlich Fugenverguss – in der Ritter- und Plauer Straße zeitnah großflächig angepackt werden, wobei auch zwei Querungshilfen für Fußgänger entstehen werden. Der aktualisierte Bauablaufplan sieht vor, dass das Bauende am 12. September 2025 erreicht ist und sodann der Straßenbahn- sowie auch der Individualverkehr durch die Plauer Straße rollen kann. (Pressemitteilung der Stadt Brandenburg vom 12.07.2025).
- In der Mühlentorstraße werden in der Zeit vom 16.07.2025 bis 17.07.2025 Bauarbeiten in der Mühlentorstraße in Höhe des Blitzers durchgeführt, mit einer halbseitigen Sperrung der Straße. (Verkehrsmitteilung der Stadt Brandenburg am 11.07.2025).
12.07.2025
VerkehrPuls Altstadt – Eine Kurzauswertung für die Rathenower Straße
Seit einigen Monaten messen wir über das Open-Data-Projekt „VerkehrsPuls Altstadt“ an verschiedenen Straßen den Verkehr in der Altstadt. Wie haben sich das Aufkommen von Radfahrenden und Kfz (Autos und Schwerlastverkehr) sowie die Geschwindigkeiten von Autos durch die Vollsperrung des Verkehrs aufgrund der Baustelle in der Plauer Straße / Ecke Ritterstraße verändert? Hierzu ein Vergleich der Messzahlen für die Rathenower Straße für die Zeiträume
- Vor der Vollsperrung: 01.03.2025 – 04.05.2025,
- Während der Vollsperrung: 05.05.2025 – 01.07.2025.
Messung der Aufkommenszahlen (Anzahl Fahrzeuge) und Abweichungen)
Radfahrende
- Vor der Vollsperrung: 327
- Nach der Vollsperrung: 446
- Abweichung: +36 %
Autos
- Vor der Vollsperrung: 3.287
- Nach der Vollsperrung: 2.330
- Abweichung: -29 %
Schwerlastverkehr
- Vor der Vollsperrung: 572
- Nach der Vollsperrung: 303
- Abweichung: -47 %
Die typischen Tagesverläufe der Aufkommen können hier heruntergeladen werden:
Bewertung: Deutlicher Rückgang des Aufkommens bei Autos und Schwerlastverkehr. Zu beachten ist, dass Autofahrende die Doppelkreuzung Gerostraße / Brielower Straße / Willi-Sänger-Straße umgehen, indem sie über die Mühlentorstraße und Rathenower Straße „abkürzen“ wollen. Die Anzahl der Radfahrenden hat zugenommen, wobei es sich (teilweise) um einen üblichen „Schönwettereffekt“ handeln könnte. Bei schönem Wetter wird mehr Rad gefahren. Die typischen Tagesverläufe mit ihren Hoch und Tiefs bleiben im Verlauf nahezu unverändert, sind während der Vollsperrung aber weniger ausgeprägt.
Messung der Geschwindigkeiten (Hinweis: Die Rathenower Straße liegt in einer Tempo-20 Zone)
Telraam ordnet die Autos einzelnen Geschwindigkeitsklassen zu und weist die Anteile der gemessenen Autos aus, die in diese Geschwindigkeitsklasse fallen. Zudem werden die V85-Werte berechnet, die für die Geschwindigkeit stehen, die von 85% der gemessenen Autos nicht überschritten wird.
Geschwindigkeitsklassen
0-20 km/h
- Vor der Vollsperrung: 35%
- Nach der Vollsperrung: 24%
- Abweichung: -11 %
20-30 km/h
- Vor der Vollsperrung: 42%
- Nach der Vollsperrung: 45%
- Abweichung: +3 %
>30 km/h
- Vor der Vollsperrung: 23%
- Nach der Vollsperrung: 32%
- Abweichung: +9 %
Die V85-Werte im Tagesverlauf (Wochentags und Wochenende) kann hier heruntergeladen werden.
Ergebnis: Das bekannte Argument, dass weniger Verkehr zu schnellerem Fahren verleitet, zeigt sich auch in der Rathenower Straße. Die V85-Werte liegen im Tagesverlauf im Zeitraum vor der Vollsperrung unterhalb der Werte während der Vollsperrung. Die Veränderung des Fahrverhaltens wird noch deutlicher, wenn man die Anteile der Autos (ohne Schwerlastverkehr) nach Geschwindigkeitsklassen vergleicht. Während der Vollsperrung fahren fast ein Drittel schneller als 30 km/h, während es vor der Vollsperrung weniger als ein Viertel waren. In der Klasse bis 20 km/h sind die Anteile umgekehrt.
Hinweise zur Interpretation der Messwerte von Telraam
- In beiden Vergleichszeiträume fallen wochentags Feier-, Brücken- und Ferientage (z.B. zu Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten) an. An diesen Tagen ist das Aufkommen jeweils niedriger als an „normalen“ Wochentagen. Aufgrund der langen Vergleichszeiträume (jeweils über 2 Monate) dürfte der Vergleich dadurch nicht signifikant verzerrt sein.
- Zur Einteilung von Autos und Schwerlastverkehr gibt es unterschiedliche Kriterien (Länge, Gewicht). Eine genaue Erfassung ist schwierig. Beide Werte sollten daher eher zusammengezählt werden. Wir weisen sie dennoch an dieser Stelle getrennt aus..
- Im Zeitraum vor einer Vollsperrung dürften die jeweiligen Aufkommen real eher höher sein, da die Verkehrsteilnehmer in der Dunkelheit nicht oder nur schwer messbar sind. Es ist früher dunkel bzw. später hell als im Zeitraum während der Vollsperrung. Die Messungen, die der Kategorie „Nachts“ zugeordnet sind, wurden nicht berücksichtigt.
- Die zu Fußgehenden wurden aufgrund der Messeinschränkungen (keine Erfassung von zu Fußgehenden auf Bürgersteigen, die direkt am Fenster des Messgerätes liegen) nicht betrachtet.
- Die Messungen der Geschwindigkeiten erfolgen mit einer gewissen Ungenauigkeit, da die Geschwindigkeiten nicht direkt gemessen werden und auch abhängig vom Standort der Messgeräte sein können. Für einen Zeitraumvergleich sind die Werte ausreichend, da weder die Methode noch der Standort verändert wurde. V85 steht für die Geschwindigkeit, die von 85% der gemessenen Fahrzeuge nicht überschritten wird.
- Weitere Informationen zum Projekt und zu Telraam finden sich auf unserer Projektseite "VerkehrsPuls Altstadt". Irrtümer vorbehalten.
04.07.2025
Dienstwagenfuhrpark der Stadt mit nunmehr acht Elektrofahrzeugen
Laut der gestrigen Pressemitteilung der Stadt Brandenburg an der Havel sind acht der 22 Dienstfahrzeuge der Stadt nun MG4-Elektroautos. Am Verwaltungsstandort in der Klosterstraße 14 wurden drei Elektroladestationen installiert, die ausschließlich von Dienstfahrzeugen der Stadtverwaltung genutzt werden dürfen. Dies ist der einzige Standort mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge in der mittelalterlichen Altstadt.
Die im Elektromobilitätskonzept der Stadt geplanten öffentlichen Ladestationen in der mittelalterlichen Altstadt wurden bisher nicht installiert. Ausnahmen sind die schon vor der Konzepterstellung installierten Stationen auf dem „Parkplatz Ziegelstraße” in der Altstadt und auf dem nahe gelegenen „Parkplatz Nicolaiplatz”.
Bildquelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
30.06.2025
Jonalee schließt nach nur wenigen Monaten
Leider war es nur ein kurzes Intermezzo. Nach der Schließung des Pachamama-Ladens in der Ritterstraße (die Besitzerin bietet nun nur noch Workshops in den Räumlichkeiten an), des Ladens für alte Motorradteile (1:33) in der Mühlentorstraße und des Computerladens Kavoja Systems in der Ritterstraße (der neue Mieter ist die Kältekammer) schließt nach nur wenigen Monaten auch Jonalee am Altstädtischen Markt die Türen.
Kathleen Kollosche hatte ihren Laden Jonalee, in dem sie individuelle Baby- und Kinderausstattung verkaufte, erst im Dezember 2024 eröffnet, doch nun schließt sie ihr Geschäft Jonalee laut MAZ-Online wieder: „Leider rechnet sich der Laden nicht und generell ist der Umsatz stark zurückgegangen. Die Lage ist auch nicht optimal.“ Der Online-Shop bleibt weiterhin geöffnet. Der Mietvertrag läuft noch bis Oktober, doch neue Mieter können die Räumlichkeiten schon früher übernehmen.
Nicht nur der Einzelhandel ist rückläufig. Auch im Gastronomiebereich (Restaurant Toto; Café Melange – ehemals in der Ritterstraße) und im Bürobereich (Umzug der DEVK, ehemals in der Rathenower Straße) gibt es Leerstände. Weitere Informationen zur aktuellen Gewerbesituation in der mittelalterlichen Altstadt (Stand: 25.06.2025) finden sich hier.
27.06.2025
Größere Sturmschäden auch in der Altstadt
Der gestrige Sturm mit Hagel hat auch in der mittelalterlichen Altstadt sichtbar größere Schäden verursacht. So wurden u.a. das Salzhofufer und der Humboldthain stark in Mitleidenschaft gezogen. Es ist noch zu früh, um eine Bilanz zu ziehen. Vielen Dank an alle Feuerwehrleute und Helferinnen und Helfer.
26.06.2025 (Update)
Bau- und Sanierungsarbeiten in der Altstadt: Häuser, Straßen, Gleise, Fernwärme und Springbrunnen
In der mittelalterlichen Altstadt wird viel gebaut und saniert. Ein kurzer Überblick:
- Aktuell werden in der Ritterstraße die Fassade des Hauses Nr. 77 sowie die Fassade und das Dach des Eckhauses Nr. 79 an der Ecke Altstädtische Fischerstraße saniert. Am 27.06. wurde das Eckhaus Nr. 79 abgerüstet.
- Ab Montag, den 30.06.2025 bis voraussichtlich 30.10.2025 wird in der Altstädtischen Fischerstraße eine Trinkwasserleitung verlegt. Für die Ausführung der Arbeiten wird die Straße abschnittsweise, jeweils in einer Länge von ca. 25 bis 30 m, voll gesperrt. Die Arbeiten beginnen ab der Einmündung Ritterstraße (Quelle: Verkehrsmitteilung der Stadt Brandenburg vom 26.06.2025).
- Bis voraussichtlich 08.08.2025 dauern die Bauarbeiten zum Austausch des Gleisbogens Ritterstraße / Plauer Straße und zur Verlegung von Fernwärmeleitungen in der Plauer Straße. Die Plauer Straße und Ritterstraße sind für Auto- und Radfahrer voll gesperrt (Quelle: Verkehrsmitteilung der Stadt Brandenburg vom 12.06.2025).
- Der Springbrunnen auf dem Altstädtischen Markt funktioniert derzeit nicht. Im Rahmen der turnusmäßigen Frühjahrsüberprüfung hat die zuständige Wartungsfirma technische Mängel festgestellt. Ende Juli soll der Springbrunnen wieder funktionieren. Dies ist der optimale Fall, sofern „keine unvorhergesehenen weiteren Probleme auftreten“. (Quelle: Antwort von Herrn Bürgermeister Müller auf die SVV-Anfrage 174/2025 vom 19.06.2025).
Hinzu kommen noch die Beseitigung der vielen Schäden vom heutigen Unwetter und vom Sturm am Montag dieser Woche (siehe unter Neuigkeiten vom 24.06.2025).
24.06.2025
Sturmschäden in der Wallpromenade und im Park "Walther-Rathenau Platz"
Der Sturm gestern war für die Altstadt nicht so heftig wie der im August 2023. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 105 Kilometern pro Stunde und laut DWD den höchsten Windgeschwindigkeiten im Bundesland Brandenburg haben Sturmböen am frühen Abend dennoch den Park "Walther-Rathenau-Platz " und die Wallpromenade sichtbar beschädigt.
Ein alter Kirschbaum im Park "Walther-Rathenau-Platz", der direkt neben der Parkmauer an der Kreuzung Willi-Sänger-Straße und Brielower Straße stand, stürzte um. In der Wallpromenade wurde ein alter Ahornbaum entwurzelt und fiel quer über zwei Wege auf die Wallstraße, wo er eine Straßenlaterne beschädigte.
Glücklicherweise wurde in beiden Fällen niemand verletzt. Wir werden bei der Stadtverwaltung nachfragen, ob bzw. wann Bäume nachgepflanzt werden.
07.06.2025
Open-Data Projekt „VerkehrsPuls Altstadt“ – mehr Messpunkte für die langfristig ausgelegte Verkehrsmessung in der historischen Altstadt
Das Open-Data-Projekt „VerkehrsPuls Altstadt“ misst über einen längeren Zeitraum das Aufkommen von zu Fußgehenden, Radfahrenden, Pkw und Schwerlastverkehr (Transporter, Busse) in der Altstadt, einschließlich der Geschwindigkeiten der Pkw. In der Plauer Straße – nördlich der Ritterstraße – werden Verkehrsdaten schon seit dem 14. Mai 2024 erhoben. Im August 2024 kam die Bäckerstraße hinzu, im Dezember 2024 die Rathenower Straße und Parduin. Am 5. Juni wurde das Messnetz um Messpunkte in der Mühlentorstraße, der Wallstraße und der Plauer Straße südlich der Ritterstraße erweitert. Damit werden nun an insgesamt sieben Standorten auf Dauer angelegte Messungen durchgeführt.
Das Wichtige: Die Daten werden anonym über digitale Messgeräte der belgischen Firma Telraam erhoben, die in den Wohnungen der Altstadtbewohner installiert sind. Sie sind jederzeit ohne vorherige Anmeldung online abrufbar.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen der Brandenburgischen Technischen Hochschule (unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. André Nitze), dem Verbundprojekt InNoWest, der Denkmanufaktur e.V. und Altstadtleben, unter Beteiligung Privater.
Mehr Infos unter: „VerkehrsPuls Altstadt“.
25.05.2025
Aktuelle Baustellen in der historischen Altstadt
In der Altstadt laufen derzeit mehrere Bauprojekte, die die Infrastruktur und das Stadtbild verbessern sollen. Diese Baustellen tragen dazu bei, die Altstadt funktional und attraktiv zu gestalten und gleichzeitig historische Bauten zu erhalten. Hier ein Überblick:
Gewährleistung der Verkehrs- und Versorgungssicherheit
Seit dem 5. Mai wird in der Plauer Straße eine neue Fernwärmeleitung verlegt. Gleichzeitig erfolgt an der Kreuzung der Ritterstraße zur Plauer Straße die Erneuerung des Gleisbogens für die Straßenbahn Diese Arbeiten sind unerlässlich, um eine Fernwärmeversorgung sowie einen sicheren Straßenbahnverkehr mit einem barrierefreien Fußgängerüberweg zu gewährleisten.
Erweiterung der Galerie Sonnensegel
Ein bedeutendes kulturelles Bauprojekt ist der Erweiterungsbau der Galerie Sonnensegel, dessen Grundsteinlegung am 14. Mai stattfand. Direkt neben dem bestehenden rotgeklinkerten Gebäude entsteht ein zweigeschossiger Anbau. Geplant sind ein Arbeitsraum im Erdgeschoss, der Platz für bis zu 30 Personen bietet, sowie ein Theaterprojekt im ersten Obergeschoss. Zudem sind unter dem Dach Lagerräume vorgesehen.
Sanierung historischer Wohn- und Geschäftshäuser
Seit mehreren Wochen werden die Gebäude Ritterstraße 77 und 79 saniert. Anfangs war lediglich die Hausnummer 79 eingerüstet, mittlerweile ist auch die Nr. 77 in die Bauarbeiten einbezogen. Aufgrund der umfangreichen Arbeiten kommt es zu Verkehrssperrungen in der Altstädtischen Fischerstraße, um die Sicherheit während der Bauphase zu gewährleisten.
13.05.2025
Der Rathenower Torturm wird „Denkmal des Monats Dezember 2025“
Was als spontane Idee begann, ist nun Wirklichkeit geworden.
Das Amt für Stadtentwicklung und Denkmalschutz unserer Stadt fragte „Altstadtleben“ im Oktober letzten Jahres an, ob wir gemeinsam den Rathenower Torturm als Denkmal des Monats bei der „Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg“ (AG Historische Stadtkerne) für 2025 bewerben möchten. Deren Jahresthema lautet für 2025: „Menschen bewegen – Altstadt schafft Verbindung“.
Das Amt hatte von unserer Idee (Altstadtleben, Guido Raddatz und Sebastian Block von colorful afg, Robert Spitka von Elektro Arndt) gehört, im Rahmen der Veranstaltung „Weihnachtszauber Altstadt“ eine Licht- und Klanginstallation im Rathenower Torturm ("Torzauber) zu planen.
Der Rathenower Torturm gilt als ältestes erhaltenes Stadttor Brandenburgs und befindet sich am Eingang zur mittelalterlichen Altstadt von Brandenburg an der Havel, direkt am Walther-Rathenau-Platz. Die Arbeiten am Rathenower Torturm begannen um 1290 vor der Palisade als Torhaus mit einer Zugbrücke.
Selbstverständlich haben wir unsere Idee der Licht- und Klanginstallation mit verträumten Gitarren Looptracks zum erden von Sebastian Block am 2. Adventswochenende 2024 auch umgesetzt.
Diese Aktion kam dort so gut an, dass wir nun tatsächlich „Denkmal des Monats Dezember 2025“ sind, wie auf der Webseite der AG Historische Stadtkerne zu finden ist. Die Plakette wird im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung „Weihnachtszauber Altstadt“ feierlich überreicht, die am 2. Adventswochenende zwischen Freitag, 5. Dezember, und Sonntag, 7. Dezember, stattfindet. Hierfür lassen wir uns wieder was Besonderes einfallen.
Auf die Nominierung sind wir natürlich sehr stolz. Wir bedanken uns bei der AG Historische Stadtkerne für die Anerkennung unserer ehrenamtlichen Arbeit. Unser Dank gilt auch dem Kulturbüro der Stadt Brandenburg an der Havel für die finanzielle Unterstützung dieser Aktion und an alle, die uns geholfen haben. Besonders erwähnen möchten wir Oliver Balke von Havelhelden, der direkt neben dem Torturm ansässig ist. Letztendlich war es Carolin Henning vom Bereich „Stadtentwicklung“, die die großartige Idee hatte, unsere Veranstaltung einzureichen. Vielen Dank für die Zusammenarbeit!
09.05.2025
Höfeflohmarkt am 10.05.2025 auch in der Altstadt
Um die einzelnen Höfe zu finden, einfach auf das Bild klicken. Mehr Infos hier.
30.04.2025
Plauer Straße und Ritterstraße: Beginn der Bauarbeiten mit Vollsperrung ab 5. Mai 2025
Zwischen Montag, 5. Mai, bis voraussichtlich 8. August 2025 erfolgt der Austausch des Gleisbogens der Straßenbahn in der Plauer Straße, Einmündung Ritterstraße. In diesem Zuge führen die Stadtwerke die Fernwärmeleitung in der Plauer Straße auf der Seite des Seniorenheimes von der Kreuzung in Richtung Plauer Torturm.
Die Kreuzung Plauer Straße/Ritterstraße wird während der gesamten Dauer der Gleisarbeiten für den gesamten Verkehr einschließlich Radfahrern gesperrt. Die Stadt hat auf ihrer Website folgende neue Verkehrsführung veröffentlicht:
- Der Verkehr wird von der Mühlentorstraße über die Ziegelstraße, Gerostraße, Brielower Straße, Willi-Sänger-Straße, B102 (Zentrumsring), Neuendorfer Straße und umgekehrt geleitet. Die Umleitungen sind mit U6 bzw. U8 ausgeschildert. Zur Vorbereitung der Vollsperrung werden bereits am Freitag, den 2. Mai Änderungen an der Verkehrsführung im Bereich der Einmündung Willi-Sänger-Straße/Brielower Straße durchgeführt. Es wird hier um besondere Aufmerksamkeit gebeten, da auch Änderungen in der Ampelschaltung vorgenommen werden.
- Zur Aufrechterhaltung des Anliegerverkehrs in der Altstadt wird die Einbahnstraßenregelung in der Bäckerstraße im Abschnitt zwischen Ritterstraße und Schusterstraße aufgehoben. Der Verkehr wird dann über die Schusterstraße zum Parduin geführt. In der Plauer Straße, Bäckerstraße, Bergstraße und in der Willi-Sänger-Straße werden Haltverbote aufgestellt.
- Die Buslinien werden unter Einrichtung einer signalisierten Durchfahrt per temporärer Lichtzeichenanlage über die Bergstraße geführt. Straßenbahnen fahren in Richtung Innenstadt und Hauptbahnhof, dann vom Nicolaiplatz über die Bauhofstraße.
Die Stadt bittet, die geänderte Verkehrsführung zu beachten. Die Straßenverkehrsbehörde wird über das Ende der Vollsperrung und den Fortschritt der Arbeiten in Richtung Plauer Torturm sowie über die damit verbundenen Verkehrsbeschränkungen informieren.
Weitere Infos finden sich unter: Meetingpoint-Brandenburg, MAZ-Online.
04.04.2025
Plauer Straße: Verlegung der Fernwärmeleitung und Erneuerung des Gleisbogens für die Straßenbahn ab 05. Mai 2025 mit Vollsperrung
Laut Ankündigung von Oberbürgermeister Scheller in MAZ-Online vom 3. April 2025 soll ab dem 5. Mai die Fernwärmeleitung in der Plauer Straße verlegt und der Gleisbogen für die Straßenbahn von der Ritterstraße bis zur Plauer Straße erneuert werden. Dafür wird die Plauer Straße ab dem 5. Mai komplett für den Kfz-Verkehr gesperrt. Auch die Ritterstraße an der Ecke Plauer Straße wird wohl von der Sperrung betroffen sein. Die Baustelle und die Vollsperrung sollen auf drei Monate begrenzt sein. Der Zeitplan steht jedoch noch nicht fest. Noch sind nicht alle Baufirmen an Bord.
Es wird KEIN Austausch der großen Pflastersteine auf der Fahrbahn erfolgen. Stattdessen sollen Fehler im Pflaster zwischen Klosterstraße und Humboldthain beseitigt, die Steine gerade verlegt und ein Übergang von kleinen Pflastersteinen über die Plauer Straße geschaffen werden. Die Maßnahme, die Steine auf der gesamten Fläche zu verlegen, wäre „zu teuer und mit Bauzeiten von bis zu anderthalb Jahren zu langwierig“. Die Stadt wollte im Jahr 2023 die Verbreiterung des Bürgersteigs auf beiden Seiten für die Fahrradnutzung (kombiniert oder getrennt) und/oder das Verlegen von geschnittenem Pflaster als Angebotsstreifen für Radfahrer prüfen. Laut einem Schreiben des zuständigen Bürgermeisters konnte keine der Varianten im Februar 2024 umgesetzt werden, „einerseits aus Sicherheitsgründen und andererseits aus Gründen des Denkmalschutzes“.
Folgende Beschlüsse der Stadträte zur Oberflächenverbesserung
sind nun Makulatur: 157/2017 - Aktionsplan zur Lärmminderung; 075/2018 - Verkehrsentwicklungsplan; 077/2021 - Sanierung der Fahrbahnbelag aus Mitteln der Straßeninstandhaltung;
165/2021 - Verbesserung des Oberflächenbelags. Dabei haben einige Stadtpolitiker die Maßnahme der Oberflächenverbesserung noch in 2021 als „vordringlich erkannt “!
26.03.2025
Verkehrsmessungen in der Altstadt: Ein Open-Data-Projekt der THB mit Denkmanufaktur, VCD, Altstadtleben und Privatpersonen
Seit Mitte Mai 2024 wird der Verkehr auf der Plauer Straße (vor dem Altstädtischen Markt/nahe der ehemaligen MBS-Filiale) gemessen. Ein kleines Gerät zählt die Anzahl der Autos und schwere Fahrzeuge, die auf der Straße darunter vorbeifahren, sowie Radfahrende und zu Fußgehende. Es unterscheidet zwischen Fahrtrichtungen und wertet Geschwindigkeiten aus.
Das Gerät und die dazugehörige Website wurden von Telraam, einem Start-up aus Belgien, entwickelt. Es hat die Größe einer Zigarettenschachtel und ist mit ablösbaren Klebepads an der Innenseite eines Fensters im ersten Stock eines Privathauses befestigt. Die Messdaten sind auf der Telraam-Website öffentlich zugänglich. (Hinweis: Als Standort erscheint "Altstädter Markt" obgleich es sich um die Plauer Straße handelt).
Seit Mitte August 2024 befinden sich in der Bäckerstraße, und seit dem 6. Dezember 2024 in der Rathenower Straße und im Parduin ebenfalls Telraam-Geräte an Fenstern von Privathäusern. Installiert wurden diese durch Mitarbeiter des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik der THB (unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. André Nitze) im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Denkmanufaktur e.V., Kreisgruppe des VCD und Altstadtleben.
Ziel der Kooperation ist eine einfache und kostengünstige Messung von Verkehrsströmen und -geschwindigkeiten über einen sehr langen Zeitraum, die für die Öffentlichkeit über das Internet jederzeit zugänglich ist (Open-Data-Projekt). Hierdurch können u.a. die Einflüsse von Baustellen innerhalb und außerhalb der Altstadt, Veranstaltungen und Ferienzeiten analysiert sowie fundierte Daten für die Stadtentwicklung und für eine Aktualisierung des Verkehrsentwicklungsplans gewonnen werden. Verkehrsmessungen auf weiteren Straßen in der Altstadt sind vorgesehen.
Wichtig zu wissen:
- Open-Data: Das Projekt beruht auf aktive Bürgerbeteiligung. Herzlichen Dank an Alle, die hier mitmachen. Bei Interesse können die Ergebnisse online angeschaut werden, ohne sich anmelden zu müssen.
- Datenschutz: Das Telraam-Gerät macht keine Fotos. Eine Identifizierung von Personen ist nicht möglich. Kennzeichen oder Gesichter werden nicht erkannt, gespeichert oder übertragen. Das Gerät identifiziert nur bewegte Objekte und ordnet sie den entsprechenden Verkehrsarten zu.
- Auswertungen: Die gewonnenen Messdaten können in ihrer Rohform (noch) nicht 1:1 für Auswertungen verwendet werden. Aus verschiedenen Gründen kam es gelegentlich zu Messproblemen. Es lag nicht zwangsläufig an den Geräten.
- Standorte: In der Stadt Brandenburg an der Havel finden sich derzeit Telraam-Messgeräte auch in der Steinstraße und der Kurstraße.
- Weitere Informationen unter: Telraam, Prof. André Nitze
- Bildquelle: Telraam
20.03.2025
Leitbild „Unsere Stadt 2025“ – Überblick über die Anpassungen gegenüber der Entwurfsversion aus Februar 2023
Im Vergleich zum Entwurf vom Februar 2023 wurden eine Reihe von „verschiedenen redaktionellen Anpassungen“ an der Endfassung des Leitbildes vorgenommen. Die vorgenommenen Anpassungen sind sehr wichtig und wurden ausdrücklich in den Text aufgenommen:
- Verkehr: Öffentliche Institutionen sind mit allen Verkehrsmittel gut erreichbar (S.5); Beitrag des öffentlichen Nahverkehrs und insbesondere der Straßenbahn zur Erreichbarkeit der Stadt- und Ortsteile für alle (S.8); gezielter Ausbau und eine hohe Angebotsfrequenz des öffentlichen Nahverkehrs an allen Wochentagen (S.9.); Beitrag alternativer Mobilitätsformen zur Verkehrswende und einer autoarmen Innenstadt (S.9).
- Barrierefreiheit: Das Wort „barrierearm“ (eine Sprachschöpfung, die es im Verkehrsbereich so nicht gibt), wurde ersetzt durch „barrierefrei“ (S.7, 8,9 , wodurch die Konsistenz zu den bisherigen Konzepten und Planungen hergestellt ist.
- Ökosystem: Wälder und Bäume sind unverzichtbar als städtische Klimaanlage und Wasserspeicher (S8); wesentlicher Beitrag einer regionalen biologischen Vielfalt zur Bewahrung der wertvollen Kulturlandschaft (S.8); besonderer Beitrag baumbestandener öffentlicher Räume und Wälder als städtische Klimaanlage, Kohlenstoffsenke und Wasserspeicher (S.9); besondere Bedeutung leistungsfähiger urbaner Ökosysteme für den Gesundheitsschutz (S.9).
- Bauen und Räume: Die historisch gewachsene Baukultur mit urbaner Dichte in Beziehung zur umgebenden Landschaft ist Ausgangspunkt und Maßstab des Weiterbauens (S.8); Straßen und Plätze bieten Raum für Aufenthalt, Begegnung, gutes Essen, Märkte und spielende Kinder (S.9).
- Bürgerschaftliches Engagement: „Partizipation“ wurde ersetzt durch „ehrenamtliches Engagement“ um Doppelnennung zu vermeiden. Neu: In unserer Stadt werden aktive Teilhabe, ehrenamtliches Engagement und Mitbestimmung gelebt und durch verbindliche Konzepte gefördert (S.6).
- Kultur: Kulturelle Vielfalt wird in Brandenburg an der Havel gelebt: Individuell und gemeinsam tragen Akteurinnen und Akteure in Kunst und Kultur dazu bei, die Stadt schön und lebenswert weiterzuentwickeln. Sie können hierzu auch leerstehende Gebäude und nicht genutzte öffentliche Räume nutzen (S7).
- Zusammenarbeit Stadtverwaltung: Intensivierung des Austausches mit Nachbarkommunen und Städten in der Hauptstadtregion (S.4), gutes Klima in der fachübergreifenden Zusammenarbeit unterstützt zukunftsorientiertes Handeln in der Stadtverwaltung (S.9).
Folgende Fragen bleiben:
- Warum haben diese wenigen Anpassungen zwei Jahre gedauert?
- Warum enthält die Leitbild-Broschüre immer noch den alten Entwurfstext? Die oben genannten Anpassungen wurden nicht übernommen. Was hat sich die Stadtverwaltung dabei gedacht?
20.03.2025
Leitbild „Unsere Stadt 2025“ – Kein Beschluss durch die SVV sondern nur „Kenntnisnahme“ durch den Hauptausschuss
Nach zwei Jahren Wartezeit liegt nun endlich die Endfassung des Leitbildes „Unsere Stadt 2035“ für die Stadt Brandenburg an der Havel vor, zusammen mit einer entsprechenden Broschüre. Das Leitbild wurde in einem umfangreichen Beteiligungsprozess für die Stadt Brandenburg entwickelt und diskutiert. Die Abschlussveranstaltung fand am 23. Februar 2023 statt. Geplant war ehemals, die Kommentare der Bürger einzuarbeiten und das Leitbild im März 2023 dem Stadtrat zur Verabschiedung vorzulegen.
Ein Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung ist aber wohl nicht mehr erwünscht. Überraschenderweise und trotz mehrfacher gegenteiliger Ankündigungen der Stadtspitze und auf der Homepage „Unsere Stadt 2035“ wird das Leitbild NICHT von den Stadtverordneten beschlossen. Stattdessen nimmt der nachgeordnete Hauptausschuss der Stadt Brandenburg „das Ergebnis des Beteiligungsprozesses zum Leitbildprozess – Unsere Stadt 2035 –“ (Vorlage 085/2025) nur zur Kenntnis. Laut den Informationen auf der Website der Stadt sind das Leitbild und die Broschüre fertig.
Was bedeutet eigentlich „zur Kenntnis nehmen“? Das Leitbild wird lediglich zu Informationszwecken vorgelegt, ohne dass eine verbindliche Entscheidung durch einen Beschluss erwartet wird. Aufgrund des informativen Charakters einer „Kenntnisnahme“ hat das Leitbild „Unsere Stadt 2035“ keine verbindliche Wirkung und keine (rechtlichen) Konsequenzen in der Kommunalpolitik und Stadtverwaltung. Auch wenn etwas anderes gesagt oder geschrieben wird.
Dieser Umstand ist umso überraschender angesichts der großen Bedeutung des Leitbildes, die wiederholt von der Stadtverwaltung und Stadtpolitik betont wurde. Der Einleitung zum Leitbild ist zu entnehmen: „Vor allem aber soll das Leitbild Grundlage für zukünftige strategische Entscheidungen in der Kommunalpolitik sein. Damit knüpft das Leitbild an Fachkonzepte an und ergänzt das 2018 beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) der Stadt Brandenburg an der Havel als kompakter Wegweiser. Es wird eine Kompatibilitätsprüfung eingeführt, um sicherzustellen, dass alle zukünftigen Konzepte und Maßnahmen mit den Zielen des Leitbildes übereinstimmen. Auf der Grundlage einer umfassenden Sicht auf das Leben und die Entwicklungen in dieser Stadt hat das Leitbild einen roten Faden für zukünftige Entscheidungen zur Stadtentwicklung geliefert.“ Der obige Absatz aus dem Leitbild entspricht auch der Aussage von Oberbürgermeister Scheller in seiner Rede auf der Abschlussveranstaltung am 23. Februar 2023 (Video, ab 1:52:30 h).
Altstadtleben ist der Auffassung, dass das Leitbild von der SVV beschlossen werden muss.
Wenn es nicht zu einem SVV-Beschluss kommt, handelt es sich bei dem Leitbild nur um ein Lippenbekenntnis ohne bindende Wirkung für die reale Arbeit von Kommunalpolitik und Stadtverwaltung. Es fehlt dann an Ernsthaftigkeit und es wäre auch ein Rückschlag für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich sehr intensiv mit Kommentaren und Zeitaufwand an der Entwicklung des Leitbildes beteiligt haben. Dieses Verhalten würde im krassen Gegensatz zu folgendem Statement im Leitbild stehen: „In unserer Stadt werden aktive Beteiligung, ehrenamtliches Engagement und Mitbestimmung durch verbindliche Konzepte gelebt und gefördert.“ Mit einer reinen Kenntnisnahme wird bürgerschaftliches Engagement sicherlich nicht gelebt, gefördert und gewürdigt.
07.03.2025
Baustart im März für den Erweiterungsbau der Kinder- und Jugendgalerie Sonnensegel e.V. am Gotthardtkirchplatz
Wie MAZ-Online am 5. März 2025 berichtete, beginnen die Bauarbeiten für den zweigeschossigen Anbau an die Kinder- und Jugendgalerie Sonnensegel am Gotthardtkirchplatz. Ende letzten Jahres begannen die "Sonnensegler" mit den Arbeiten an den Fundamenten für den seit Jahren geplanten Anbau. In diesem Monat soll die Bodenplatte gegossen werden. Die Bauzeit wird voraussichtlich etwa ein Jahr dauern.
Ursprünglich sollte der Anbau bis Ende 2023 fertig sein. Aus verschiedenen Gründen (Bau- und Denkmalschutzrecht, schwierige Verhandlungen mit der Bank) kam es jedoch zu mehreren Verzögerungen. Im vergangenen Jahr wurde unerwartet ein Keller auf der Rückseite des Grundstücks entdeckt, was zu neuen statischen Berechnungen führte, mit negativen Auswirkungen auf die Kosten und den Zeitplan.
Schlimmer noch, das Projekt stand kurz vor dem Scheitern: Die Verzögerungen führten zu hohen Zinsforderungen von über 100.000 Euro für bereitgestellte, aber noch nicht abgerufene Fördermittel aus der Städtebauförderung "D-Programm". Glücklicherweise beschloss der Hauptausschuss der Stadt Brandenburg a.d.H. jedoch, die Zinsforderung nicht einzutreiben. Die Stadt zahlt nun die dem Land zustehenden Zinsen.
Update 06.03.2025
Baustart für die Verlängerung der Gerostraße erfolgt frühestens in 2028
Die Befürchtungen haben sich bestätigt. Der Ausbau der Gerostraße bis zur Will-Sänger-Straße (Gerostraße-Link) wird voraussichtlich frühestens 2028 kommen. Im September 2021 hatte die Stadtverwaltung die Straßenbauarbeiten noch für den Zeitraum Februar 2026 bis Oktober 2027 geplant. Im März letzten Jahres wurden Verzögerungen im Projektverlauf bekannt, die mit "unvorhersehbaren Personalabgänge beim beauftragten Planungsbüro" begründet wurden.
Ein aktualisierter Zeitplan konnte nicht vorgelegt werden.
Nun wurde bekannt, dass die Stadt sich gegen einen Bebauungsplan (B-Plan) für die vereinbarte Bebauung im Dreieck Brielower Straße, Willi-Sänger-Straße und der neuen Verbindung, einschließlich der Gerostraße, und für ein formales Planfeststellungsverfahren entschieden hat. Dies führt zu weiteren Unwägbarkeiten. Während die Stadt für den B-Plan zuständig ist, liegt das Planfeststellungsverfahren in den Händen des Landesamtes für Bauen und Verkehr (LBV).
In der heutigen MAZ-Online wird der Oberbürgermeister wie folgt zitiert: „Das alles wurde geprüft und abgewogen. Ich habe dann deutliche Signale aus der Verwaltung bekommen, dass die Planfeststellung rechtssicherer wäre. Somit geben wir die Planunterlagen an das LBV und haben kaum noch Einfluss darauf“.
War es die richtige Entscheidung, alles in die Hände des LBV zu legen?
Die Negativschlagzeilen um die Ausschreibungsposse des LBV für den Bau der Rampen für die Bahnüberführung in Wust tragen nicht gerade zur Vertrauensbildung bei. Fehlt es den städtischen Behörden an Vertrauen in sich selbst oder in die beauftragten Planungsbüros, um einen rechtlich wasserdichten Bebauungsplan in der erforderlichen Qualität zu erstellen, der das Verlängerung der Gerostraße einbezieht? Oder wird schon jetzt ein Schuldiger (LBV) platziert, falls es zu weiteren Verzögerungen und Kostensteigerungen kommt?
Fakt ist: Ob 2028 tatsächlich mit dem Bau begonnen wird, ist nicht sicher. Mit weiteren Verzögerungen und Kostensteigerungen ist zu rechnen. Die Bauarbeiten würden in die 1100-Jahr-Feierlichkeiten 2028/29 fallen. Es ist zweifelhaft, ob sich dessen alle bewusst sind.
Update 06.03.2025
Stehachterl mit neuer Inhaberin
Michaela Rohlmann hat ihr beliebtes Feinkostgeschäft „Stehachterl“ in der Plauer Straße (direkt neben dem Humboldthain) zwar geschlossen. Der im September 2021 eröffnete Laden mit österreichischen Weinen und Feinkostprodukten verschwindet jedoch nicht aus der Altstadt. Mit der Sommelière Sabrina Lerche hat sich eine neue Betreiberin gefunden. Die Eröffnung ist für Ende März geplant. Zum Frauentag am 08. März findet von 15 bis 19 Uhr ein Pre-Opening statt, zu dem Weinliebhaber und Interessierte herzlich eingeladen sind.
02.03.2025
„1zu33“ – Der Ersatzteilladen für alte DDR-Motorräder hat nach fast 10 Jahren geschlossen
Seit Juni 2015 fanden Freunde alter DDR-Zweiräder, die in den 50er, 60er und 70er Jahren gebaut wurden, bei Jan Ritzmann eine helfende Hand. In seinem Laden „1zu33“ in der Mühlentorstraße bot er Ersatzteile der kultigen DDR-Motorräder an. Zum Jahresanfang wurde der Laden dauerhaft geschlossen. Mehr ist derzeit nicht bekannt.
18.02.2025
Vier Häuser in der Altstadt zum Verkauf: Von 150.000 € bis 1,3 Mio. €
Aktuell stehen in der mittelalterlichen Altstadt mindestens drei Gebäude zum Verkauf, mit unterschiedlichen Sanierungs- bzw. Bauzuständen:
- Rathenower Straße 13 (ehemals Bergschmidt): Stark sanierungsbedürftiges Haus am Rathenower Torturm; Baujahr 1540; Denkmalschutz; 500 qm Wohnfläche; 12 Zimmer; 655 qm Grundfläche; Angebotspreis: 290.000 €. Mehr Infos: hier.
- Bäckerstraße 15 (ehemals mit Aufschrift „Pelze“): Rohbau in Holzständerbauweise; Errichtung in 2024; 140 qm Wohnfläche; 5 Zimmer; 112 qm Grundfläche; Innenhof von ca 40 qm; Angebotspreis: 475.000 €. Mehr Infos: hier.
- Ritterstraße 92 (ehemalig Café Melange im EG und HNO-Praxis im OG): Baujahr 1902; Denkmalschutz; 1.212,97 qm Gesamtfläche; Gewerbe- und Wohneinheiten; 601 qm vermietbare Fläche, davon 290 qm Wohnfläche; 495 qm Grundfläche; Angebotspreis: 1.299.000 €. Mehr Infos: hier.
- Altstädtische Fischerstraße 11: Denkmalschutz; ca. 128m² Grundfläche; Beschädigungen durch Brand im Jahr 2016 bei Sanierungsarbeiten; Angebotspreis: 150.000 €. Mehr Infos bei Engel & Völkers, 03381-3159500 und hier.
Wir hoffen, es finden sich in naher Zukunft Investoren für diese Immobilien.
31.01.2025
Wie weiter mit der Immobilie „Ritterstraße 69“?
Der event-theater e.V. soll über den 31.08.2025 hinaus Mieter der Immobilie Ritterstraße 69 und Betreiber des Fontane-Klub sein, mit einer Fläche von 1.175,92. So ist der MAZ-Online von heute zu entnehmen: „In der nächsten Woche werde ich Verhandlungen über das Fortführen des Mietvertrags führen“, sagt Kämmerer Thomas Barz gegenüber der MAZ-Online. Er ist mit dem Eigenbetrieb GLM für die städtischen Immobilien zuständig. Dem event-theater ist bisher auch die Nutzung des Steges auf der Wasserseite zur Durchführung von kulturellen Veranstaltungen nebst gastronomischer Betreuung gestattet.
In der Antwort auf eine SVV-Anfrage (Nr. 030/2025 vom 28.01.2025; siehe unten) bekräftigt der Oberbürgermeister die Nutzung der Immobilie in seiner jetzigen Form: „Aus meiner Sicht soll der Fontane-Klub auch nach dem Auslaufen einer Zweckbindung aus einer früheren Kultur-Investitionsförderung weiterhin dem Grunde nach als Kultureinrichtung betrachtet werden.“
Interessant ist die Antwort des Oberbürgermeisters, wenn die Kommune ihr Objekt selbst bewirtschafte: „Die Stadt würde die Einnahmen aus der gewerblichen Nutzung realisieren und im Gegenzug in gleicher Höhe die Kulturförderung erhöhen. Allerdings hätte die Stadt dann auch das Vermietungsrisiko und den Managementaufwand für alle Nutzungsbelange im Objekt.“ Hieraus schließt die MAZ: „Heißt im Klartext: Wenn es sowieso ein Nullsummenspiel für sie bleibt, muss die Stadt sich nicht auch noch zusätzliche Arbeit machen.“
Es ist natürlich kein Nullsummenspiel für die kulturelle Vielfalt. Im Weiterführungsfall ist der Hauptmieter – also hier ausschließlich der event-theater e.V. – direkter Nutznießer der Kulturförderung. Im Falle der Eigenbewirtschaftung durch die Stadtverwaltung würden mehrere Kultureinrichtungen direkt von den Gewerbeeinnahmen profitieren, was die kulturelle Vielfalt erhöht.
Hintergrund zur Immobilie Ritterstraße 69
Seit Oktober 2003 betreibt der event-theater e.V. den Fontane Klub als soziokulturelles Zentrum mit einem Programmkino und einer Kleinkunstbühne, mit zusätzlicher Vermietung von Räumlichkeiten an eine Buchhandlung und Restaurants. Der Vertrag läuft am 31. August 2025 aus. Die vermietete Fläche umfasst nicht die im Objekt befindlichen Wohnungen und auch nicht die Flächen der Schmuckwerkstatt.
Die Vermietung erfolgt Grundmietenfrei. Der Verein leistet monatliche Vorauszahlungen auf die Betriebs- und Nebenkosten und trägt die Kosten für kleinere Instandhaltungen Nach Ablauf des 31.08.2025 wandelt sich das laufende Mietverhältnis in ein Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit um, wenn nicht eine der beiden Vertragsparteien dieses spätestens 6 Monate vorab kündigt.
In den letzten Jahren sind mehrere Anfragen zur „Immobilie Ritterstraße 69“ in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) gestellt worden. Nachfolgend finden sich die entsprechenden Antworten der Stadtverwaltung (des Oberbürgermeisters):
- Anfrage 030/2025 von Bündnis 90/Die Grünen zur SVV am 29.01.2025 - Fontane-Klub vom 28.01.2025 vom 28.01.2025
- Anfrage 161/2023 der SPD-Fraktion an den Oberbürgermeister bezüglich der Beantwortung der Anfrage 128/2023 zum Mietobjekt Ritterstraße 69 vom 29.06.2023
- Anfrage 128/2023 der SPD-Fraktion an den Oberbürgermeister zum Mietvertrag über eine stadteigene Immobilie in der Ritterstraße vom 24.05.2023
31.01.2025
Restaurant „Klosterstube“ wieder mit "alten Bekannten" offen
Vor mehr als vier Jahren verließen Svilen und Dilyana Iliev die "Klosterstube" in der historischen Altstadt mit ihrer bulgarischen Küche und führten die Karpatenhütte am Wiesenweg. Jetzt sind sie zurückgekehrt und haben das kleine Restaurant in der Klosterstraße wiedereröffnet. Serviert unter der Woche von Montag bis Freitag von 11 bis 20 Uhr traditionelle deutsche Küche. Mehr Infos finden sich bei MAZ-Online.
24.01.2025
Update zu „Gewerbe: Schließungen und Neueröffnungen““ – Das Restaurant „Toto“ ist Geschichte
Es war keine Überraschung, aber es kam plötzlich. Das italienische Restaurant „Toto“ in der Ritterstraße mit Blick auf die Jahrtausendbrücke, die Havel und den Packhof hat geschlossen und wird nicht wiedereröffnet. Dies geht aus einem Artikel in MAZ-Online vom 23. Januar 2025 hervor. Es ist ermutigend zu hören, dass laut Vermieter Hank Teufer bereits ein Nachfolger für das Restaurant gefunden wurde. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.
23.01.2025
Gewerbe: Schließungen und Neueröffnungen
In 2024 haben sich einige Veränderungen in der Nutzung von Ladenlokalen und Büros ergeben, die sich auf das laufende Jahr 2025 auswirken. Hier einige Beispiele:
Aufgabe Läden/Büros
- Änderungsschneiderei (ehemals mit Modecafé): Bäckerstraße 7, altersbedingte Aufgabe; neu vermietet an ein Nagelstudio (siehe unter „Neue Läden/Büros“).
- Café Melange: Ritterstraße, seit Juli 2024 – kurzes Intermezzo mit einem neuen Mieter; derzeit steht das Haus zum Verkauf über die MBS, 0331-8935017, [email protected].
- Computerladen Kavoja: Ritterstraße 91, Dezember 2024, das Ladenlokal (2 Räume, ca. 41,5 qm) steht zur Vermietung und ist ab sofort verfügbar, 03381521525. Mehr Infos: hier
- Pachamama-Laden: Inhaberin: Madelaine Böhm, Ritterstraße 95
- kein Laden mehr seit Februar 2024; die Räume werden aber weiterhin genutzt.
- Steuerkanzlei Undine Grothe: Ritterstraße 102, Aufgabe der Zweigstelle. Hauptstelle ist in der Plauer Straße 11, direkt am Altstädtischen Markt.
Weiterhin leer stehen in der Plauer Straße 11 die Räumlichkeiten der ehemaligen MBS-Zweigstelle. Die freien Flächen mit ca. 548 qm erstrecken sich über zwei Etagen in dem Gebäude mit Baujahr 1996. Weitere Informationen erteilt DIBO Immobilien e.K., 0331-971680. Ein Exposé kann hier heruntergeladen werden.
Neue Läden/Büros:
- Jonalee: Inhaberin Kathleen Kollosche, Individuelle handgemachte Unikate für Dich und Dein Baby, Altstädtischer Markt 3, seit 24.11.2024.
- Si und Carmen: Inhaberinnen: Sirleide Marquês de Oliveira (Si) und Carmen Gallien (Carmen), Waxing, Kosmetik, Yoga (Si) | Permanent Make-Up, Tätowierungen, Hypnose (Carmen), Altstädtischer Markt 3, seit Ende November 2024.
- Modeimitliebe: Inhaberin Zineb Kim Siebert, Mode für Frauen - Rathenower Straße 6, seit dem 16.03.2024.
- Nagelstudio, Bäckerstraße 7, House of Nails – Nagelstudio, Ankündigung steht seit mehreren Monaten im Schaufenster.
09.01.2025
Frohes Neues Jahr mit einem Rückblick auf 2024
Altstadtleben wünscht allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2025. Ein kurzer Rückblick auf die Aktivitäten in der Altstadt, an denen wir im Jahr 2024 beteiligt waren:
- Die Schäden an der Fahrbahnoberfläche in der Mühlentorstraße wurden endlich repariert. Die Straße musste dafür monatelang gesperrt werden, was einige Autofahrer verärgerte, aber die Bewohner der Mühlentorstraße erfreute. Das sehr hohe Verkehrsaufkommen, verbunden mit unsachgemäßer Schließung des Pflasters nach Bauarbeiten, führten zu dieser Maßnahme. Wir hatten vorher die Stadtverwaltung seit Jahren darauf aufmerksam gemacht.
- 20 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Hauptstraßen der Altstadt, neue verkehrsberuhigte Zonen in reinen Wohnstraßen: Diese Anpassungen waren überfällig und wurden von uns seit Jahren eingefordert. Kaum jemand hielt sich an das Tempolimit von 30 km/h, und der Verkehrslärm war aufgrund des groben Pflasters sehr hoch. Der vom SVV beschlossene neue Pflasterbelag mit geschnittenen Steinen liegt seit geraumer Zeit auf Eis, und die Verkehrsberuhigung ist aufgrund der Verzögerung beim Umbau und der Erweiterung der Gerostraße in weite Ferne gerückt. Durch die Tempo-20-Regelung ist es etwas ruhiger geworden, auch wenn sich nicht alle an die neue Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Seit dem 9. Januar steht der Blitzeranhänger „Tanja“ am Alten Rathaus, gegenüber dem Sorat Hotel.
- Die bisherigen Aktivitäten zur farblichen Gestaltung von Verteilerkästen wurden in ein strukturiertes Projekt mit dem Namen „KastenKreativ“ überführt. Kinder und Jugendliche der Galerie Sonnensegel haben in einem Workshop unter Leitung von colorful afg einige Kästen mit Motiven besprüht. Weitere Kästen konnten aufgrund privater und städtischen Initiativen ebenfalls neu mit Motiven gestaltet werden. Unterstützt wird das Projekt u. a. durch die STWB, RFT und die Stadtverwaltung. Auch in diesem Jahr sollen unansehnliche Verteilerkästen ein neues Aussehen erhalten.
- Wichtig war uns die Bürgerinformationsveranstaltung „Solaranlagen und Denkmalschutz in der mittelalterlichen Altstadt von Brandenburg an der Havel“, die zur Klärung einiger Fragen beitrug. Die untere Denkmalschutzbehörde möchte die Installation von Solaranlagen unabhängig ihrer Größe so ermöglichen, dass das Bild der denkmalgeschützten Altstadt erhalten bleibt.
- Altstadtleben hat viel Zeit in die Planung, Vorbereitung und Nachbereitung des „Weihnachtszaubers Altstadt 2024“ investiert, der am zweiten Adventswochenende stattfand. Besonders stolz sind wir auf den Gewinn des Preisgeldes des „Bündnis Lebendige Innenstädte“, mit dem wir den Weihnachtszauber auch im letzten Jahr umsetzen konnten. Impressionen, Kommentare und Fotos des Weihnachtszaubers 2024 finden sich hier.