Aufwertung Stadt- und Straßenräume

Verkehr ist Teil der Stadtentwicklung: Stadt formt Verkehr, Verkehr formt Stadt. Die Notwendigkeit zur Verlängerung der Gerostraße laut dem Verkehrsentwicklungsplan 2018 ist keine rein verkehrliche sondern eine integrierte städtebauliche Maßnahme. Es entsteht ein neues Quartier zum Wohnen und Arbeiten vor den Toren der Altstadt. Gleichzeitig ist es die verbesserte Anbindung an den Zentrumsring eine Voraussetzung für einen dauerhaft ausgeglichenen Verkehr im Zentrum der Altstadt und somit für eine Verkehrswende hin zu mehr Rad- und Fußverkehr.  Neue Möglichkeiten zur Nutzung des Altstädtischen Marktes und der gesamten Altstadt als Erlebnisraum für Bewohner und Besucher ergeben sich.

Aktuelle Situation

Plätze

Der zentrale - aber leider nicht genutzt - Platz der mittelalterlichen Altstadt ist der Altstädtische Markt mit seinem Springbrunnen. Weitere Plätze befinden sich rund um (ehemalige) Kirchen: Johanniskirchplatz und Gotthardtkirchplatz. Es gibt daneben weiter Plätze mit Bänke zum Ausruhen oder zum Spielen.

Straßen

Die Straßen der Altstadt sind aus unterschiedlichen Natursteinpflaster, die meisten Straßen sind saniert. Dennoch sind die Fahrbahnoberflächen verkehrsunfreundlich, sehr lärmbehaftet und mit zum Teil starken Schäden. Nur zwei Fahrbahnoberflächen weisen ein geschnittenes bzw. gesägtes Natursteinpflaster auf.

Maßnahmen

Quartier Spange: Integriertes Stadtentwicklungskonzept 

Das Quartier Spange beinhaltet im Kern den SVV-Beschluss 208/2020 vom 30.09.2020: Planung, Konzeption und Umsetzung eines integrierten städtebaulichen und verkehrlichen Konzeptes für das Gebiet Gerostraße, Willi-Sänger-Straße, Brielower Straße. Die Ertüchtigung des Knotenpunktes  als Voraussetzung für eine vollständige Unterbindung des Kfz-Durchgangsverkehrs durch die mittelalterliche Altstadt steht nicht alleine im Fokus. Vielmehr handelt es sich um eine umfassende städtebauliche Neugestaltung eines Quartiers u.a. mit den Aspekten Wohnen, Gewerbe, Verkehr (ruhend und fließend), Klima- und Lärmschutz.

Erlebnisraum Altstadt als Museumsquartier

Laut Zwischenbericht der Stadtverwaltung (Beschlussvorlage 120/2020) muss "das zukünftige Kunst- und Museumszentrum der Stadt Brandenburg an der Havel ... in zentraler Innenstadtlage verortet sein." Für die mittelalterliche Altstadt wird ein Museumsquartier als Erlebnisraum mit einem zusammenhängende Netz fußläufig leicht erreichbarer Museumsstandorte vorgeschlagen. Die musealen Voraussetzungen in Form des historisch wertvollen Bestandes sollen in einer spannenden Erzählweise über die Geschichte und Zukunft der (Alt)Stadt mit den Aktivitäten einer Gründerszene von Digital Natives, kreativen Köpfen und neuen Ideen sowie dem Potenzial der THB mit ihren vielen Studierenden und Lehrkräften verknüpft werden. 

Aufwertung Altstädtischer Markt

Angesichts der hohen Verkehrs- und Lärmbelastung durch gebietsfremden Kfz-Verkehr (Durchgangsverkehr) fristet der Altstädtische Markt  ein Schattendasein. Restaurants und Cafés wurden nicht angesiedelt. Im Zuge der Maßnahmen zur Kfz-Verkehrsberuhigung soll das Zentrum der mittelalterlichen Altstadt durch dauerhafte
Maßnahmen (z.B. durch einen Einbezug in ein Museumsquartier) und zeitlich begrenzte Aktionen neu gestaltet und dadurch belebt werden. Vorgesehen ist ein Umsetzen von Ideen aus der Bürgerschaft mit finanzieller
Unterstützung durch die Stadt und / oder Dritte.

Bildquelle und -bearbeitung: Madelaine Böhm

Instandsetzung und Sanierung von Straßen 

Das Sanierungsgebiet schließt Ende 2022. Die gepflasterten Straßen Altstädtische Fischerstraße, Altstädtische Große Heidestraße, Schusterstraße, Beetzseeufer sowie die Straße Walter-Rathenau-Platz (Asphaltdecke)  sind bisher unsaniert. Diese Straßen sollen laut Aussage der Stadtverwaltung - je nach Mittelausstattung - nach 2025 saniert und über das Förderprogramm "Lebendige Zentren" finanziert werden.

Sicherung einer laufenden Instandhaltung von Straßen

Die hochwertige Gestaltung des öffentlichen Raumes garantiert eine hohe Aufenthaltsqualität, fördert die Identifikation der Bewohner mit ihrer Stadt und mobilisiert in starkem Maße private Initiative und finanzielles Engagement für Zwecke der Stadtsanierung. Sie spielt in der Außenwahrnehmung durch Gäste und Touristen eine entscheidende Rolle und hat damit einen prägenden Einfluss auf das Image der Stadt (Stadtverwaltung, 2015)

Kommunale Konzepte, Planungen und Gutachten

Eigene oder in Auftrag gegebene Konzepte, Planungen und Gutachten der Stadtverwaltung, die in den politischen Gremien und in der Stadtverordnetenversammlung behandelt bzw. beschlossen wurden, jeweils aufgeführt in chronologischer Reihenfolge

Aktionsplan Lärmminderung - Stufe 3


Vorlagen Nr.:066/2019

Beschlussdatum: 22.05.2019

Stadtumbaustrategie - 
Fortschreibung des Integrierten Stadt-entwicklungskonzeptes

Vorlagen Nr.: 079/2018

Beschlussdatum: 18.05.2018

Verkehrsentwicklungsplan - Fortschreibung 2018 (VEP 2018)

Vorlagen Nr.: 075/2018

Beschlussdatum: 28.11.2018

Aktionsplan Lärmminderung - Stufe 2 (Geschnittenes Pflaster)

Vorlagen Nr.: 157/2017

Beschlussdatum: 28.06.2017

Beschlussvorlagen und Beschlüsse

Beschlussvorlagen und Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung inklusive eventueller Anlagen,  

jeweils aufgeführt in chronologischer Reihenfolge. 

Integriertes Stadtentwicklungs-
konzept "Gerostraße"

Vorlagen Nr.: 208/2020


Beschlussdatum: 30.09.2020

Anfragen und Nachfragen aus der Stadtpolitik

Informationen und Stellungnahmen der Stadtverwaltung auf Anfragen aus der Stadtverordnetenversammlung und auf Nachfragen aus den politischen Ausschüssen, jeweils aufgeführt in chronologischer Reihenfolge. 

Anfrage zur Zukunft des 
Stadtmuseums

Anfrage Nr.: 023/2021


Antwortdatum: 25.01.2021

Übersicht über unsanierte Straßen mit Sanierungszeitraum 

Nachfrage: --/2020

Antwortdatum : 13.10.2020

Weitere Dokumente

Weitere Informationen, Analysen und Unterlagen zu den aufgeführten Themenbereichen und Maßnahmen.

Bisher liegen keine Dokumente vor.