Neuigkeiten

Aktuelles, Aktionen, Ergebnisse, Termine, Presse

1301.2022

Neun-monatige Baustelle auf der Neustädtischen Fischerstraße führt zu Mehrverkehr in der Altstadt 

Created with Sketch.

Auf der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr stellte die Projektleiterin das neun Monate andauernde Verkehrsvorhaben "Neustädtische Fischerstraße 2. BA und Kleine Münzenstraße" vor. Für die Baumaßnahmen sind abschnittsweise eine Vollsperrungen vorgesehen. Der Busverkehr in der Neustädtischen Fischerstraße bleibt auch während der Bautätigkeiten bestehen.  In der Präsentation wurde eine Umleitungsempfehlung über den Zentrumsring vorgeschlagen. Die Anwesenden waren aber eher davon überzeugt, dass ein Großteil des Verkehrs durch die historische Altstadt verlaufen wird, was nicht nur für die Anwohner eine hohe Herausforderung sein wird. 

09.12.2021

Umfrage zum „Wohlbefinden auf dem Altstädtischen Markt“ beendet – rd. 360 TeilnehmerInnen – Auswertung läuft – Erste Ergebnisse in Schaufenstern der Plauer Straße 11 ausgestellt 

Created with Sketch.

Im Schaufenster Plauer Straße 11  sind seit dem heutigen Donnerstag die ersten, vorläufigen Ergebnisse von der Umfrage zum Wohlbefinden auf dem Altstädtischen Markt ausgestellt. 

Aus Zeitgründen dauern die Auswertungen noch an.  In den nächsten Wochen werden weitere Ergebnisse in den Schaufenstern gezeigt. 

Alle Ergebnisse und weitere Informationen finden sich auf unserer Seite Bürgerbeteiligung. 

09.12.2021
Schaufenster in der Altstadt zeigen seit heute die Erfahrungen vom „Erlebniswochenende Altstädtischer Markt“ sowie von der Umfrage zum „Wohlbefinden auf dem Altstädtischen Markt“ 

Created with Sketch.

Pünktlich zum ersten Schnee sind seit dem heutigen Donnerstag in den Schaufenstern der Gewerberäume Am Salzhof 1, Plauer Straße 11 und Ritterstraße 92 die Erfahrungen vom Erlebniswochenende Altstädtischer Markt sowie die ersten, vorläufigen Ergebnisse von der Umfrage zum Wohlbefinden auf dem Altstädtischen Markt ausgestellt. 

Alle Ergebnisse und weitere Informationen finden sich auf unserer Seite Bürgerbeteiligung. 

24.11.2021 (Update)
Über 220 TeilnehmerInnen an der Befragung zum "Wohlbefinden auf dem Altstädtischen Markt"

Created with Sketch.

Wir führen unsere, nur wenige Minuten in Anspruch nehmende Umfrage zum "Wohlbefinden auf dem Altstädtischen Markt" noch bis zum 30.11. fort, um zu erfahren, wie die Situation auf dem "Altstädtischen Markt" derzeit von der Bevölkerung wahrgenommen wird und welche Vorschläge für Anpassungen bestehen.

Die anonymisierten Ergebnisse werden ab Anfang Dezember in den Schaufenstern präsentiert. Hier geht es zur Umfrage. 

23.11.2021
Versprochen ist versprochen: Unsere interaktive Karte zu den Verkehrsbauprojekten in der Stadt Brandenburg ist online

Created with Sketch.

Bei der Vorstellung unserer interaktiven Karten zum Rad- und Fußverkehr im Juni haben wir es versprochen: Die erste interaktive Karte zu den aktuellen und geplanten Verkehrsbauprojekten in der Stadt Brandenburg ist online. 

Zum Hintergrund: 

Es herrscht große Intransparenz bei der Bürgerschaft, Stadtpolitik und Stadtverwaltung über die Vielzahl der aktuellen sowie kurz- und langfristig geplanten, größeren Verkehrsbauprojekten. 

  • Wann werden welche größeren Verkehrsbaumaßnahmen umgesetzt? Auf der städtischen Seite lassen sich hierzu nur wenig Informationen finden. Auch sind diese nicht immer auf dem aktuellen Stand, z.B. zum Straßenbauprojekt Neustädtische Fischerstraße und Kleine Münzenstraße. Laut der Rubrik "Aktuelle Bauinfos" der Stadt soll ab dem 25. November 2021 mit der Sanierung der Kleinen Münzenstraße begonnen werden. In der Rubrik "Geplante Baumaßnahmen" steht seit knapp einem Jahr als geplanter Bauzeitraum nur das Jahr 2021.
     
  • Häufig finden Verschiebungen von Verkehrsbauprojekten statt, wie z.B. der Neubau des Radweges Grillendamm-Nord. Laut Informationen auf der Website der Stadt Brandenburg ist der Neubau immer noch für 2021 geplant! Dabei sind wir schon im November 2021.
     
  • Intransparent ist auch, ob sich Bauzeiträume größerer Vorhaben überschneiden. Die am am 25. November beginnenden Bauarbeiten an der Kleinen Münzenstraße und danach folgend auf der Neustädtischen Fischerstraße sind bis zum 26. August 2021 geplant, mit entsprechender Vollsperrung für den Kfz-Durchgangsverkehr. Im 1. Halbjahr 2022 sollen zudem die Arbeiten zur Verbesserung der Fahrbahnoberfläche auf der Plauer Straße beginnen. So hat es die Stadtverwaltung noch vor weniger als zwei Monaten den Stadtverordneten mitgeteilt. Auch bei dieser Baustelle sind massive Verkehrseinschränkungen anzunehmen. Können beide Projekte wirklich gleichzeitig umgesetzt werden?


Die Liste an Auffälligkeiten ließe sich erweitern. Was grundsätzlich fehlt sind Informationen über laufende und geplante Verkehrsbauprojekte der Stadt Brandenburg, die an einer Stelle gebündelt sind und einfach von jeden Interessierten digital abgerufen werden können. Genau hier setzen wir an: Mit unsere neuen interaktiven Karte "Verkehrsbauprojekte in der Stadt Brandenburg Havel" wollen wir - die VCD Kreisgruppe Brandenburg Havel und die Initiative Altstadtleben Brandenburg Havel 2028 - Abhilfe schaffen und somit Mehrwerte generieren, für mehr Transparenz bei allen Interessierten sorgen und eine Bürgerbeteiligung fördern. 

 

Die Informationen haben wir aus verschiedenen Quellen (u.a. Mitteilungen der Stadt Brandenburg Havel und der VBBr, SVV-Beschlüsse, Anfragen aus der SVV, Nachfragen aus Ausschüssen, Haushalt 2021 der Stadt Brandenburg inkl. Anlagen, MAZ, MOZ, Meetingpoint, Landesbetrieb Straßenwesen) zu knapp 50 Verkehrsbauprojekten zusammengetragen, mit Fotos und/oder Bauzeichnungen hinterlegt, in verschiedene Kategorien und Bauzeiträumen unterteilt und den jeweiligen Straßenabschnitten zugeordnet. Mit einem einfachen Klick und individuellen Suchkriterien lassen sich die Verkehrsbauprojekte leicht finden. 

 

Trotz großer Sorgfalt sind Irrtümer vorbehalten. Grundlage für unsere Darstellungen sind öffentliche Informationen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit. Wenn uns neue Informationen vorliegen, werden wir diese schnellstmöglich einarbeiten und veraltete Informationen ersetzen. Wir bitten dabei zu bedenken, dass es sich um ehrenamtliche Arbeit handelt. Über Hinweise und Anmerkungen freuen wir uns. Hier geht es direkt zur Karte.

14.11.2021
Save the Date: Vorstellung und Diskussion erster Ergebnisse vom Erlebniswochenende Altstädtischer Markt am Dienstag, den 30.11.2021 von 18:00 - 20:00 Uhr in der Johanniskirche 

Created with Sketch.

Beim Realexperiment "Erlebniswochenende Altstädtischer Markt" vom 2./3. Oktober wurden die Besucher*innen gebeten, uns ihre Meinungen, Ideen und Vorschläge u.a. zum Verkehr und zur Gestaltung von Stadträumen mitzuteilen.

Am Dienstag, den 30. November, präsentieren wir von 18:00 bis 20:00 Uhr der Öffentlichkeit die Ergebnisse in der Johanniskirche. Die sich daraus ergebenden Handlungsbedarfe und Maßnahmen wollen wir im Rahmen eines Themen-Marktplatzes mit den Bürger*innen diskutieren und auch weitere Anregungen einholen. Auch stellen wir unsere laufenden und nächsten Vorhaben vor. 

In diesem Zusammenhang führen wir unsere, nur wenige Minuten in Anspruch nehmende Umfrage zum "Wohlbefinden auf dem Altstädtischen Markt" fort. Hierdurch möchten wir gerne erfahren, wie die Situation auf dem "Altstädtischen Markt" derzeit von der Bevölkerung wahrgenommen wird und welche Vorschläge für Anpassungen bestehen. Die anonymisierten Ergebnisse stellen wir auf unserer Veranstaltung am 30.11. vor. 

Ab dem 10. Dezember können die Ergebnisse digital auf unserer Webseite abgerufen werden. Zusätzlich werden wir diese für mehrere Wochen in ausgewählten Schaufenstern leerstehender Räumlichkeiten der Altstadt für alle ausstellen, die es nicht schaffen zur Veranstaltung am 30.11. zu kommen oder keinen digitalen Zugang haben. 

Wir arbeiten mit dem Stadtmuseum zusammen, da unsere Aktionen thematisch zur laufenden Sonderausstellung "Stadtwende" im Frey-Haus passen. Diese ist als Kooperation mit einem Forschungsprojekt unter Federführung der TU Kaiserslautern entstanden. Sie beleuchtet die Kämpfe und Niederlagen um Altstädte vor und kurz nach der Wende und stellt hierbei explizit die Bedeutung von Bürgergruppen und Bürgerinitiativen heraus. Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit der wieder aktuellen Frage "Wie wollen wir leben?" und im Rahmen eines vom Team um Museumsleiterin Anja Grothe gestalteten "Stadtwende"-Labors um die Wünsche der Bürger*innen für die Zukunft ihrer Stadt Brandenburg an der Havel.  

10.11.2021
Vorlage: Aufhebung der Satzung der Stadt Brandenburg über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes "Innenstadt" vom 06.04.2010

Created with Sketch.

Folgender Beschlussvorschlag hat die Stadtverwaltung zur Entscheidung der SVV aktuell vorgelegt:
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Brandenburg an der Havel beschließt die Satzung zur
Aufhebung der Satzung der Stadt Brandenburg über die förmliche Festlegung des
Sanierungsgebietes "Innenstadt" vom 06.04.2010 (ABl. Nr. 09 vom 21.04.2010), geändert durch
Erste Satzung zur Änderung der Satzung vom 06.04.2010 (ABl. Nr. 09 vom 21.04.2010) zum
31.12.2021.

Inhalt (Auszüge)
Mit Aufhebung der Sanierungssatzung entfallen sowohl die Genehmigungspflichten nach §§ 144 und
145 BauGB als auch die Privilegierungen hinsichtlich der Stellplatzherstellungspflicht für
Wohngebäude gemäß Stellplatzherstellungssatzung. Gleichzeitig entfällt auch die Möglichkeit zur
Anwendung der §§ 7h, 10f und 11a Einkommensteuergesetz. Die Aufhebung der Satzung der Stadt
Brandenburg an der Havel über die Minderung der Ablösebeträge für Stellplätze und Garagen für
Kraftfahrzeuge (Ablöseminderungssatzung - AMS) vom 12.06.2003 (Abl. Nr. 8 vom 17.06.2003) wird
geprüft. Nach der Aufhebung der Sanierungssatzung ersucht die Stadt Brandenburg an der Havel gemäß §
162 Absatz 3 BauGB das Grundbuchamt, die Sanierungsvermerke aus den Grundbüchern zu
löschen.


Wie geht es nach der Aufhebung der Sanierungssatzung weiter?
Da es nach der Aufhebung der Sanierungssatzung noch weitere Einzelmaßnahmen gibt, die mittels
Städtebauförderung unterstützt werden sollen, wird in Abstimmung mit dem Landesamt für Bauen
und Verkehr (LBV) sowie vorbehaltlich der bestätigten Haushaltsplanung der Stadt Brandenburg an
der Havel die Gesamtmaßnahme Innenstadt weitergeführt...Die Weiterführung erfolgt in dem Förderprogramm „Lebendige Zentren“ in der bisher geltenden Fördergebietskulisse auf der Grundlage der Erhaltungssatzung für die Innenstadt Brandenburg (Altstadt, Neustadt, Dominsel). Hierfür gibt es bereits einen vom LBV bestätigten Umsetzungsplan für die Jahre 2021-2023. Um weitere Einzelmaßnahmen nach 2023 umsetzen zu können, wäre eine Erweiterung der Fördergebietskulisse erforderlich. Da diese Erweiterung bisher vom LBV verwehrt wurde, ist eine Weiterführung des Förderprogramms Lebendige Zentren nach 2023 noch offen.  


Für die Altstadt und die Dominsel besteht darüber hinaus kein zusätzlicher Regelungsbedarf, da es
sich hier um Denkmale mit Gebietscharakter (Flächendenkmal) mit hoher Dichte an Einzeldenkmalen
handelt und somit in diesen Bereichen weitreichende denkmal- und erhaltungsrechtliche Instrumente
bestehen.


Bewertung durch Altstadtleben Brandenburg Havel 2028:  Widersprüchliche Aussagen der Stadtverwaltung. 

 

01.11.2021
Stellungnahme von Herrn Oberbürgermeister Scheller u.a. zur Wasserbilanz mit Rückbau von versiegelten Flächen in der Innenstadt

Created with Sketch.

Neu unter der Rubrik "Maßnahmen - Straße und Plätze" haben wir eine Stellungnahme von Herrn Oberbürgermeister Scheller zur Anfrage 194/2021 "Luftverschmutzung, Niederschlag und Temperaturen in der Stadt Brandenburg an der Havel eingestellt, die eine hohe Relevanz auch für die mittelalterliche Altstadt besitzt. 


In der Antwort  wird u.a. der Rückgang der Niederschläge von 2008 bis 2020 anschaulich dargestellt. So reichen im Augenblick  "... die Niederschläge aus, um den Oberboden hinreichend feucht zu halten, aber nicht, um zugleich zur Grundwasserbildung beizutragen." Dabei muss es laut Herrn Oberbürgermeister Scheller Ziel sein, "...flächenhaft die Durchlässigkeit und Funktionsfähigkeit von Böden, insbesondere im Bereich der Innenstadt, wiederherzustellen....Dies kann nur durch erheblichen Rückbau bereits eingetretener Versiegelung gelingen und muss daher zu Lasten von Stellflächen für Autos in den zentralen Stadtquartieren erfolgen.

22.10.2021
Sonderausstellung „Stadtwende“ ab heute bis zum 31.01.2022 im Stadtmuseum zu erleben

Created with Sketch.

Ab heute ist die Sonderausstellung “Stadtwende” bis zum 30. Januar 2022 zu den normalen Öffnungszeiten des Stadtmuseums in der Ritterstraße 96 zu besichtigen: dienstags bis sonntags, jeweils 13 bis 17 Uhr.

Auf der Homepage des Stadtmuseums ist über die Ausstellung zu lesen:
"Die Ausstellung zeichnet die Planungen zum Umbau nach sozialistischem Muster aus den späten 1960er Jahren und den damit einhergehenden Abrissen in den Altstädten Ostdeutschlands auf. In Brandenburg an der Havel sollte z.B. rund um die Jahrtausendbrücke ein vollkommen neues Stadtzentrum mit großen Magistralen entstehen (Anmerkung des Verfassers: siehe Bild). Wie hätte die historische "Chur- und Hauptstadt der Mark Brandenburg" ausgesehen, wäre es nach der Überarbeitung des Generalbebauungsplans Mitte der 1980er Jahre zur vollständigen Umsetzung gekommen? Die Ausstellung thematisiert aber nicht nur die Vernachlässigung der historischen Stadtkerne, sondern auch den sich allmählich formierenden Widerstand dagegen von Bewohnern und Bürgergruppen. In Brandenburg an der Havel kam es mit der Auswahl zur Modellstadt für die Stadterneuerung nach 1990 für weite Teile der historischen Bausubstanz zu einem "happy ending", auch wenn über viele Jahre schmerzhafte Verluste zu verzeichnen waren.

In einem Bereich des Ausstellungsrundgangs sind alle Besucherinnen und Besucher eingeladen, kreativ tätig zu werden: Am "Planungstisch" können eigene Wünsche für die Zukunft der Stadt in vielfältiger Weise hinterlassen werden. Dieser Bereich wird auch als "Stadtwende"-Labor für Veranstaltungen, Zeitzeugengespräche und Workshops genutzt."

Created with Sketch.

Am 25. Mai haben wir zum ersten mal gepostet. Weitere 27 Beiträge folgten. Zuletzt stellten wir Michaela Rohlmann mit ihrem neuen Feinkostladen "Stehachterl" auf der Plauer Straße 1 (direkt gegenüber dem Plauer Torturm") vor. Nunmehr haben wir mehr als 400 Follower und es werden fast täglich mehr.

Auf Instagram möchten wir regelmäßig aktuelle Entwicklungen aufzeigen, unabhängig ob es sich um eigene Aktivitäten (wie das Erlebniswochenende) sowie schöne oder weniger schöne Veränderungen in der mittelalterlichen Altstadt handelt. Oder gar um "Stillstand", wie bei der Umsetzung von Beschlüssen. Es lohnt sich immer mal wieder reinzuschauen. 

Bild: © Fotostudio Kati Krüger 


Am 29.09.2021 beantwortete die Stadtverwaltung einige Fragen der Freie Wähler zu den geplanten Bau- und Verkehrsorganisationsmaßnahmen in der mittelalterlichen Altstadt, die sich aus den Beschlüssen 077/2021 und 165/2021 ergeben. Die Antworten wurden in der vorgelegten Form erwartet, waren aber zugleich ernüchternd:

  • Der Austausch der Kopfsteinpflaster für den Straßenzug Plauer Straße bis Parduin soll in den Jahren 2022 und 2023 in fünf Bauabschnitten erfolgen. 

  • Der 1. Bauabschnitt Plauer Straße (Altstädtische Markt bis zur Einmündung Ritterstraße) sollte eigentlich schon in 2021 beginnen. Da die Stadtwerke zugleich ihr Fernwärmenetz über die Plauer Straße ausbauen möchte, wurden die gemeinsamen Bauleistungen in das 1. Halbjahr 2022 verschoben. 

  • Die Baukosten werden von der Stadtverwaltung über alle Bauabschnitte auf 1,8 Mio. € geschätzt. Für den Bauabschnitt Plauer Straße wird von einem Baukostenanteil in Höhe von ca. 300.000,00 € ausgegangen. 

  • Verkehrsorganisatorische Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung am Altstädtischen Markt sind laut Stadtverwaltung aktuell rechtlich nicht möglich. Eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung als Tempo 30 (Anmerkung des Verfassers: z.B. der Ausweis eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches) sei „…rechtlich nicht umsetzbar“. Auch seien „Einengungen des Straßenraumes angesichts des ÖPNV-Busverkehrs“ nicht möglich. Weitere verkehrsorganisatorischen Maßnahmen wurden laut Stadtverwaltung durch die SVV am 26.05.2021 abgelehnt. Auch für die Stadtverwaltung sei nunmehr eine wesentliche Grundvoraussetzung der Ausbau des Zentrumsrings einschließlich Verlängerung der Gerostraße.

 

Eine kritische Kurzbewertung

  • Den Gesamtbetrag von 1,8 Mio € haben wir in dieser Größenordnung erwartet, wobei größere Kostensteigerungen wie in 2021 nicht ausgeschlossen werden können. Auf die Möglichkeit zur Inanspruchnahme von  Fördermitteln geht die Stadtverwaltung nicht ein. Ob es Fördermittel gibt, ist somit unklar. Die 1,8 Mio € müssen nicht den Eigenanteil der Stadt entsprechen. 

  • Der Betrag ist um mehr als das Vierfache höher als die Einreicher bzw. Befürworter des Beschlusses erwartet hatten. Zum Jahresbeginn gingen die Einreicher noch von 400 TSD € aus (siehe Beschluss 077/2021). Dabei sind die Baukosten für die Jahre 2022/23 derzeit nicht im kommunalen Haushalt abgesichert. Somit ist auch diesmal nicht sicher, ob die Baumaßnahmen tatsächlich umgesetzt werden können.

  • Es ist nicht nachvollziehbar, warum der „kritischste“ Bauabschnitt  auf der Plauer Straße von der Ritterstraße bis zum Übergang Humboldthain ganz zum Schluss der Bauabfolge als 5. Bauabschnitt erfolgen soll. Gerade dieser Abschnitt ist mit seinen  identifizierten unfallkritischen Knotenpunkten des Radverkehrs im Bereich von Gleisanlagen im Rahmen der Bearbeitung der Beschlüsse 286/2020 und 075/2021 durch die Stadtverwaltung  mit „Priorität in der Umsetzung“ klassifiziert worden (siehe hierzu das Schreiben der Stadtverwaltung vom 26.03.2021). Die Stadtverwaltung selbst schlägt zudem den Einsatz der Velo-Schiene vor. Es wird bezweifelt, dass der Einsatz der VeloSchiene in den bisherigen Planungen sowohl bautechnisch als auch finanziell in den 1,8 Mio € berücksichtigt wurden.

 

  • Die Verwaltung prüft nur für den Altstädtischen Markt (3. Bauabschnitt) „…gestalterische Maßnahmen, um die Attraktivität des Platzes und somit die Nutzung zu erhöhen“. Der Überzeugung der Stadtverwaltung, dass weitere Einengungen des Straßenraumes auf der Plauer Straße und Parduin angesichts des ÖPNV-Busverkehrs nicht möglich seien, kann nicht entsprochen werden. Sowohl die Plauer Straße im Abschnitt Ritterstraße bis Übergang Humbolthain als auch die Straße Parduin sind aktuell breit genug, um über gestalterische Mittel die Geschwindigkeiten von Fahrzeugen zu reduzieren. 

  • Wenn sich die Stadtpolitik und Stadtverwaltung mehrheitlich für einen neuen Fahrbahnbelag aussprechen, dann ist nicht nachvollziehbar, warum die Rathenower Straße als „Straße mit erhöhter Lärmbelastung“ von der Verbesserung der Fahrbahnoberfläche ausgeschlossen wird. Zukünftig wird die Rathenower Straße laut Verkehrsentwicklungsplan 2018 sowie nach aktuellem IVAS-Gutachten zur Verkehrsberuhigung - mit schon aktuell täglich rd. 5.000 Fahrzeugen - den meisten Verkehr in der Altstadt aufnehmen. 

 

  • Beim Thema Verkehrsberuhigung übernimmt die Stadtverwaltung neuerdings die Argumentation der politischen Befürworter, dass „eine wesentliche Grundvoraussetzung für weitere Maßnahmen … der Ausbau des Zentrumsrings einschließlich Verlängerung der Gerostraße…“ sei. In ihrer eigenen SVV-Vorlage 036/2021 hat sie noch ohne Ausbau der Gerostraße eine Vorzugsvariante 3b dargestellt, die verträgliche Auswirkungen auf das benachbarte Straßennetz hat. 

  • Eines bleibt auffällig. Obgleich es sich um umfangreiche Baumaßnahmen mit deutlichen Veränderungen handelt, wird ein Hinzuziehen der Bürger*innen in die Gestaltung des Altstädtischen Marktes nicht erwähnt. Dies entspricht nicht dem Slogan "Mitdenken - Mitreden - Mitgestalten" der Stadtverwaltung. Auf dem Erlebniswochenende Altstädtischer Markt haben wir gezeigt, wie eine aktive Bürgerbeteiligung aussehen kann. Die Ergebnisse vom Erlebniswochenende werden in Kürze vorgestellt. 


Was in der Antwort der Stadtverwaltung fehlt, ist die Prüfung einer Umsetzung kleinerer und kostengünstiger Maßnahmen mit vglw. großer Wirkung: 

  • Der Aussage der Stadtverwaltung, dass verkehrsorganisatorische Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung am Altstädtischen Markt aktuell rechtlich nicht möglich sind, kann nicht zugestimmt werden. Es besteht erheblicher Zweifel, dass der gesamte Ermessungsspielraum, z.B. für einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich, ausgenutzt wurde. Auch ist nicht erkennbar, dass die Möglichkeit eines Durchfahrtsverbotes für die späten Abendstunden bis in die frühen Morgenstunden (z.B. von 20:00 Uhr – 06:00 Uhr) umfassend bewertet wurde. Welche rechtlichen Gegebenheiten sollten dagegensprechen? 

 

  • Unbeantwortet bleibt seit Jahren die Frage, warum Betriebsfahrten von Nahverkehrsbussen (also Leerfahrten ohne Fahrgäste) durch die enge Altstadt geführt werden müssen. Der Busverkehr belastet das Pflaster am stärksten, insbesondere am Altstädtischen Markt mit den engen Kurven. Aktuell weisen Schilder auf diese Straßenschäden hin. Es müsste seitens der Stadtverwaltung nur mal ein Gespräch mit den Verkehrsbetrieben VBBr und Regiobus geführt werden, ob Betriebsfahrten der ÖPNV-Betriebe nicht über den Zentrumsring dauerhaft geführt werden können. Solche "Umleitungen" waren bspw. für das Erlebniswochenende Altstädtischer Markt am 2./3.10.2021 seitens Regiobus ohne weiteres möglich.

 

  • Zuletzt bleibt auch die Frage offen, warum die Beschilderung für den Parkraumsuchverkehr zwischen Ziegelstraße und Nicolaiplatz (und umgekehrt) so ausgerichtet ist, dass Autofahrer durch die mittelalterliche Altstadt geführt werden? Eine solche Beschilderung ließe sich leicht ändern. 


Wir sind auf die Antworten der Stadtverwaltung zu unseren Nachfragen gespannt. Hoffentlich enthalten diese nicht wieder nur Begründungen, warum diese kleineren Maßnahmen nicht gehen!  

Erleben, wie durch eine Verkehrsberuhigung vorhandene Stadträume neu gedacht und leerstehende Räume neu genutzt werden können. Dies wurde real für knapp 2.000 Besucher*innen am Wochenende vom 02. bis 03.10.2021 in der Mittelalterlichen Altstadt von Brandenburg an der Havel.  Der Altstädtische Markt wurde im Rahmen eines Realexperiments zur begrünten Fußgängerzone (ÖPNV frei), u.a. mit Gastronomie, Straßenmusik, Street Performance, Spielmöglichkeiten für Klein und Groß.

Ein Popup-Kulturkaufhaus belebte die seit über einem Jahr leerstehenden Räume der ehemaligen Filiale der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in der angrenzenden Plauer Straße 11. Dort stellten an beiden Tagen kreative Gewerbetreibende und Kulturschaffende aus Brandenburg ihre Arbeiten und Erzeugnisse aus.

Weitere Informationen zum Realexperiment "Erlebniswochenende Altstädtischer Markt" finden sich hier.

Am Wochenende vom 02.10.2021 - ab 12:00 Uhr - bis zum 03.10.2021 - 18:00 Uhr - wird der Altstädtische Markt zur begrünten Fußgängerzone (ÖPNV frei), u.a. mit Gastronomie, Straßenmusik, Street Performance sowie Spielmöglichkeiten für Klein und Groß.

In der angrenzenden Plauer Straße 11 (ehemalige Räumlichkeiten der Mittelbrandenburgischen Sparkasse - MBS) stellen an beiden Tagen jeweils von 10:00 - 18:00 Uhr kreative Gewerbetreibende und Kulturschaffende aus Brandenburg in einem Popup- Kulturkaufhaus ihre Arbeiten und Erzeugnisse (mit Verkauf) aus.

Weitere Informationen zu den einzelnen Aktivitäten finden sich hier.

Bild: Urban Sketching by www.ARTiane.de

15.09.2021 (Update)

Mobilität in der Altstadt selbst gestalten - Workshop für Azubis und Studierende am 24.09.2021

Created with Sketch.

Unsere Initiative Altstadtleben Brandenburg Havel 2028 ist Teil des Vorhabens »DIY: Verkehrswende selber machen«, worüber wir uns sehr freuen. Gemeinsam mit Jobstartern, Auszubildenden und Studierenden sollen Möglichkeiten gesucht werden, die zu einer Stärkung des Umweltverbunds in all seiner Vielfalt führen und im Sinne des Klimaschutzes wirken.

Um neue Möglichkeiten für die Mittelalterliche Altstadt zu finden, laden wir Studierende und Auszubildende zwischen 16 und 26 Jahren zu einem 1,5-stündigen Workshop ein:

Wann: 24.09.2021 ab 18:00 Uhr
Wo: Auf dem Altstädtischen Markt (bei Regen: in einem angrenzendem Gebäude)

Was erwartet Euch: Neu gestaltet werden soll der Verkehr in der historischen Altstadt und gleichzeitig auch die räumliche Situation des Altstädtischen Marktes.  Zur Verfügung stehen ein großflächiger Stadtplan der Innenstadt von Brandenburg (25 qm !) und ein eigens hierfür erstelltes "Stadtmodell" zum Altstädtischen Markt" (1,5 qm). Eure Ideen können hierdurch sofort dreidimensional dargestellt werden.

Die Moderation erfolgt durch ein hochmotiviertes Team des VCD Bundesverbandes und der Kreisgruppe Brandenburg Havel


Hier kommt Ihr zur Anmeldung

 

DIY. Dein Mobilitätsprojekt

Verkehr nachhaltig gestalten

In diesem Pilotvorhaben entwickelt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) gemeinsam mit Jobstartern, Auszubildenden und Studierenden Mobilitätsprojekte, die die Mobilität zu Fuß, per Rad, Bus und Bahn stärken und damit zu einer Verlagerung von Autofahrten führen sollen. Hier rückt auch das Ausbildungsumfeld der jungen Erwachsenen in den Blick. 


Im Wettbewerb werden außerdem Projekte berücksichtigt, die soziale und gesellschaftliche Aspekte durch neue Mobilitätsangebote miteinander verknüpfen.

04.09.2021

Wie erwartet - die "Spange Gerostraße" wird erst 2027 fertig

Created with Sketch.

Nun ist unsere Vermutung bestätigt. Wie die MAZ in der heutigen Ausgabe berichtet, wird der Bau der Verlängerung der Gerostraße über die Kreuzung Brielower Straße zur Willi-Sänger Straße frühestens im Herbst 2027 fertig, mit einem Baubeginn nicht vor 2026. Grund sind die langen Planungszeiten.  

Die Baukosten werden mit 2,6 Mio. € geschätzt. Die Angaben sind der Beschlussvorlage 209/2021 der Stadtverwaltung zu entnehmen.


Obgleich sich einige Politiker überrascht zeigen und sich gar empören. Neu ist diese Aussage mitnichten. Sie war ALLEN vor Beschlusslage 165/2021 bekannt. Auf einen Zeitraum bis 2027 hat die Stadtverwaltung in Ausschüssen immer hingewiesen und wurde nicht als "schlechtmöglichster Fall" bezeichnet. Wie von uns schon am 17.05. veröffentlicht, dauern Planung und Bau einer Spange nach Aussage von Bürgermeister Müller gut 6 Jahre.  

Auch dürfte ALLEN bewusst gewesen sein, dass in diesem Jahr die Bauarbeiten zur Verbesserung der Fahrbahnoberflächen auf dem Straßenzug Parduin - Altstädtischer Markt - Plauer Straße nicht beginnen werden. Hierzu gibt es eigentlich einen Beschluss (077/2021). Laut MAZ seien bislang keine Arbeiten zur Vergabe ausgeschrieben worden. Leider sind bisher keine alternativen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umgesetzt worden, wie z.B. Tempo 20, Durchgangsverbot in den Abend- und frühen Morgenstunden, Verbot der Durchfahrt von Bussen für Betriebsfahrten oder Alternativrouten für den Parkraumsuchverkehr zwischen den Parkplätzen Ziegelstraße und Nicolaiplatz.

Einige politischen Fraktionen wird dies alles sehr freuen. Sie wollen grundsätzlich keine Veränderung in der historischen Altstadt, weder baulicher noch verkehrsorganisatorischer Art. 

12.08.2021

Die mittelalterliche Altstadt hat seit heute eine Fahrrad-Reparaturstation am Salzhofufer

Created with Sketch.

Fahrradfahren ist gesund, umweltfreundlich und in der Stadt das schnellere Verkehrsmittel. Damit das auch bei kleinen Pannen so bleibt, werden in Brandenburg an der Havel an mehreren Standorten Fahrrad-Reparaturstationen eingerichtet. 


Heute Vormittag wurde im Beisein der Presse und Vertreter der Stadtverwaltung am Salzhofufer für die Mittelalterliche Altstadt die insgesamt 2. Fahrrad-Reparaturstation für die Stadt Brandenburg und die erste Station für die mittelalterliche Altstadt eröffnet. Die Station ist mit einer Luftpumpe für alle Ventilarten und gängigem Werkzeug ausgestattet und kann Tag und Nacht an jedem Tag kostenfrei genutzt werden. 

Die VCD Kreisgruppe Brandenburg Havel stellt auch diese Station zur Verfügung, der Bauhof der Stadt Brandenburg hat den Sockel erstellt. Die Patenschaft über die Station am Salzhofufer übernimmt die Initiative Altstadtleben Brandenburg Havel 2028 mit freundlicher Unterstützung des SORAT Hotels.


Der Standort wurde im Rahmen einer Online-Umfrage Ende letzten Jahres ermittelt (siehe unter Neuigkeiten vom 23.12.2020). Das Salzhofufer hat die meisten Stimmen (185) erhalten und lag mit 2 Stimmen Vorsprung vor dem Nicolaiplatz (183 Stimmen), aber mit deutlichem Vorsprung vor dem Altstädtischen Markt (139) und dem Humboldthain (95). Aufgrund des knappen Abstimmungsergebnisses soll in Kürze auf dem Nicolaiplatz ebenfalls eine Fahrrad-Reparaturstation aufgestellt werden.

10.08.2021

Eröffnung der 1. Fahrrad-Reparaturstation für die Mittelalterliche Altstadt am Salzhofufer am Donnerstag, 12.08.2021, um 9:30 Uhr  

Created with Sketch.

Es ist fast vollbracht.  Die eigentlich schon für das 1. Quartal 2021 geplante erste Fahrrad-Reparaturstation für die Mittelalterliche Altstadt wird am Donnerstag, den 12.08.2021, um 9:30 Uhr, feierlich eröffnet. Ermöglicht hat es die Kreisgruppe Brandenburg/Havel des VCD sowie weitere Projektpartner. Frank Träger vom VCD hat als Projektleiter unermüdlich die notwendigen Anträge gestellt und die Abstimmun