Neuordnung Kfz-Verkehr

ALLE Verkehrsteilnehmer müssen sich gefahrlos und konfliktfrei durch die Altstadt bewegen können. Die rein autozentrierte Planung muss ersetzt werden durch eine menschenzentrierte Sichtweise - das Auto ist aber nicht zu verteufeln. Verkehrsorganisatorische Maßnahmen wie einer Unterbindung des gewerblich nicht-notwendigen Durchgangsverkehrs auf der Verbindung Rathenower Straße – Parduin – Altstädtischer Markt - Plauer Straße und eine angepassten Parkraumbewirtschaftung schaffen zusammen mit baulichen Maßnahmen an den Fahrbahnen, die ein sicheren Rad- und Fußverkehr zu ermöglichen, die Voraussetzungen für eine lebendigere Altstadt. Auch wenn Baumaßnahmen hohe Kosten beinhalten, sind sie dennoch notwendig, um Radfahrer davon abzubringen die Bürgersteige zu nutzen und Autofahrer zum Umsteigen aufs Rad zu bewegen. Ohne Investitionen geht es nicht!

Aktuelle Situation

Kfz-Verkehr: 
Verkehrsaufkommen

Für die Altstadt Brandenburg liegt seit März 2020 ein angepasster Analysefall des Verkehrsaufkommens für das Jahr 2014 vor und soll die aktuelle Situation wiederspiegeln. Dieser zeigt eine sehr hohe Verkehrsmenge an Kraftfahrzeugen (Kfz) auf den Hauptverkehrsstraßen auf, z.B. von 7.500 Kfz / 24 h auf der Plauer Straße, 4.700 auf der Rathenower Straße und 3.500 auf der Mühlentorstraße. 

Kurzbewertung der vorgelegten Varianten zur Verkehrsberuhigung

Die Stadtverwaltung hat verschiedene Varianten zur Verkehrsberuhigung in der Altstadt vorgelegt, unterstützt durch eine gutachterliche Untersuchung des Ingenieurbüros IVAS aus Dresden. Die Varianten wurden am 30.06.2020 im Verkehrsforum diskutiert. Das Verkehrsforum sprach eine Empfehlung zur planerischen Vertiefung der Varianten 3b und 4 als Vorzugsvarianten aus, die dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr zur Diskussion vorgelegt werden sollen. 

Kfz-Verkehr: 
Anzahl und Lage von Stellplätzen

Es gibt 546 Stellplätze in der mittelalterlichen Altstadt, davon 13 Behindertenparkplätze im öffentlichen Raum.  Bis zum November 2020 war der Großteil war für Besucher gebührenfrei (Kurzzeitparken mit Parkscheibe). Die  Verkehrsbehörde setzte im Dezember 2020 das in 2018 beschlossene Parkraumkonzept (Beschluss 077/2018) um: Besucher- und Bewohnerstellplätze wurden weitgehend entmischt, Besucherparken durchgehend gebührenpflichtig. Ein Vergleich über Lage, Bewirtschaftungsform und Anzahl öffentlicher Pkw-Stellplätze vor und nach der Umstellung zeigt die Unterschiede.